So war der Tag : Amerika bremst nicht

Positiv aufgenommene Konjunkturdaten und abebbende Sorgen um das chinesische Finanzsystem haben den deutschen Aktienmarkt zur Wochenmitte angetrieben. Der Dax setzte seine Erholung vom Vortag fort und stieg am Mittwoch um 1,7 Prozent auf 7941 Punkte. Für den M-Dax ging es um 1,2 Prozent auf 13 650 Punkte nach oben und der Tec-Dax rückte um 2,4 Prozent auf 931 Punkte vor.

Die von der chinesischen Zentralbank bereits am Dienstag signalisierte Bereitschaft, den heimischen Bankensektor bei etwaigen Liquiditätsengpässen mit frischem Geld zu versorgen, stützte den Markt Börsianern zufolge erneut. Für zusätzlichen Auftrieb hätten überraschend gute Daten zur Stimmung der deutschen Verbraucher gesorgt, sagte Händler Gregor Kuhn vom Broker IG. Zudem war die Wirtschaft der USA im ersten Quartal deutlich schwächer gewachsen als zunächst ermittelt. Paradoxerweise dürfte auch das den Markt gestützt haben. Da eine Drosselung der ultra-lockeren US-Geldpolitik an eine Erholung der US-Konjunktur geknüpft sei, minderten schwache Wirtschaftsdaten die Gefahr eines allzu frühen Versiegens der Geldschwemme.

Im Dax zählten Technologiewerte zu den größten Gewinnern. Die Papiere des Softwarekonzerns SAP verteuerten sich um 4,6 Prozent, nachdem die Walldorfer ihre Jahresziele bestätigt hatten. Commerzbank-Aktien wurden einem Händler zufolge von wieder aufgeflammten Sorgen um Altlasten aus der Schiffsfinanzierung belastet. Sie verloren 2,1 Prozent. Einen Kurssprung um fast elf Prozent gab es bei den im Tec-Dax notierten Aktien des Herstellers von Windkraftanlagen Nordex. US-Präsident Barack Obama hatte am Dienstagabend sein Klimaschutzprogramm vorgestellt und dabei auch angekündigt, den Ausbau von Wind- und Solarenergie zu forcieren.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,44 Prozent am Vortag auf 1,42 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent auf 132,77 Punkte. Der Bund Future gewann 0,42 Prozent auf 140,95 Punkte. Der Kurs des Euro fiel unter die Marke von 1,30 US-Dollar. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,2998 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3024 (Dienstag: 1,3134) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7678 (0,7614) Euro. Tsp

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