So war der Tag : Anleger bleiben nervös

Die deutschen Aktienkurse haben sich am Dienstag uneinheitlich präsentiert. Der Dax folgte den übrigen deutschen Indizes ins Minus und pendelte bis zum Nachmittag zwischen Gewinnen und Verlusten. Kurz vor Börsenschluss stand er mit minimalen 0,07 Prozent bei 7349 Punkten im Plus. Die Bewertung der Deutsche-Bank-Zahlen fiel ebenfalls uneinheitlich aus, außerdem sorgte die Diskussion über die US-Schuldengrenze für Unsicherheit am Markt. Für den M-Dax ging es um 1,2 Prozent auf 10 785 Punkte abwärts, der Tec-Dax verlor 0,2 Prozent auf 847 Punkte.

Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory sagte zur anhaltenden Schulden-Diskussion in den USA, gebe es diese Unsicherheit nicht, würde der Markt speziell nach dem geglückten EU-Sondergipfel der vergangenen Woche höher notieren. Zu einer möglichen Zahlungsunfähigkeit der größten Wirtschaftsmacht sagte er: „In den Abgrund möchte man gar nicht schauen.“ Ein anderer Händler sagte jedoch: „Im Grunde glaubt niemand, dass sich die Politiker in den USA nicht doch noch in letzter Minute auf eine gemeinsame Linie verständigen.“ Doch bis es so weit sei, bleibe ein mulmiges Gefühl. Gibt es bis Dienstag kommender Woche keine Einigung darüber, dass die US-Regierung mehr Schulden machen darf als die gesetzlich festgeschriebenen 14,3 Billionen Dollar, droht die Zahlungsunfähigkeit.

Die Deutsche Bank hatte am Morgen Quartalszahlen präsentiert, die zum Teil schwächer als von Analysten erwartet ausfielen. Der deutsche Branchenprimus hatte damit den Bilanzreigen der Dax-Werte eröffnet. Ähnlich wie der Dax bewegte sich die Aktie zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt ging es um 0,7 Prozent nach oben.

Die Anteile an Metro stiegen als einer der größten Dax-Gewinner nach Aussagen des Handelskonzerns zum weiteren Geschäftsverlauf um 2,1 Prozent. Dem größten deutschen Einzelhändler zufolge blieb die Sparte für Unterhaltungselektronik, Media-Saturn, im zweiten Quartal mit einem Verlust hinter den Erwartungen zurück. Für den Gesamtkonzern bestätigte Metro aber die Ziele. Laut Goldman Sachs-Analyst Franklin Walding bietet die aktuelle Bewertung der Aktie trotz der anhaltenden Sorgen um die Tochter eine attraktive Einstiegsmöglichkeit.

Ausgebremst wurden dagegen die Papiere der Autowerte und -zulieferer. Gewinnmitnahmen drückten Händlern zufolge Daimler, BMW und Volkswagen ins Minus.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,53 (Vortag: 2,58) Prozent.Der Rentenindex Rex stieg um 0,23 Prozent auf 125,09 Punkte. Der Bund Future notierte zuletzt 0,13 Prozent höher bei 128,43 Punkten. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4471 (Montag: 1,4380) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6910 (0,6954) Euro. Tsp

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