So war der Tag : Anleger sind nervös

Der Dax hat am Mittwoch wegen der Befürchtungen über ein Ende der lockeren Geldpolitik internationaler Zentralbanken im späten Handel an Boden eingebüßt. Dies werde bis zur US-Notenbanksitzung am kommenden Mittwoch als Topthema auf der Tagesordnung bleiben, sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi von ETX Capital. Nachdem der Leitindex über weite Strecken kaum verändert notiert hatte, fiel er letztlich um ein Prozent auf 8143 Punkte. Der M-Dax mittelgroßer Werte gewann dagegen 0,5 Prozent auf 13 888 Punkte. Der Tec-Dax sank um 0,2 Prozent auf 953 Punkte. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,6 Prozent auf 2666.

Negative Impulse kamen im Schlussgeschäft auch von Gerüchten, wonach der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras die Vertrauensfrage stellen könnte, falls seine Koalitionspartner das vorläufige Aus des Staatsfernsehens nicht akzeptieren. Für Nervosität im Markt sorgte zudem die zweitägige Anhörung des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm. Dazu sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank: „Es würde mich extrem wundern, wenn die Euro-Zone am Bundesverfassungsgericht scheitert.“ Die Richter hätten sich in der Vergangenheit immer pro Euro entschieden und das werde sich nicht ändern.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Kabel Deutschland nach erneuten Übernahmespekulationen im Mittelpunkt des Interesses. Der Telekomkonzern Vodafone will in einem zweiten Anlauf den Kabelnetzbetreiber von seinen Übernahmeplänen überzeugen. Die Kabel-Aktien gewannen 8,2 Prozent.

Im Dax mussten Heidelberg-Cement-Papiere nach einem negativen Analystenkommentar mit minus 5,1 Prozent die größten Verluste hinnehmen. Die Vorzüge von Volkswagen verloren nach der Ausgabe einer Pflichtwandelanleihe 3,3 Prozent. Der Verwässerungseffekt durch die Ende 2015 an den Markt kommenden neuen Vorzüge belastet die Papiere.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite auf 1,31 (Dienstag: 1,33) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 133,44 Punkte. Der Bund Future verlor 0,03 Prozent auf 142,83 Punkte. Der Kurs des Euro gewann auf zuletzt 1,3343 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,3277 (1,3273) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7532 (0,7534) Euro.Tsp

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