So war der Tag : Anleger warten ab

Die anhaltenden Sorgen über eine mögliche Straffung der lockeren Geldpolitik in den USA haben den Dax am Mittwoch belastet. Neue Daten zum US-Arbeitsmarkt konnten die Stimmung nicht aufhellen. Der deutsche Leitindex fiel erstmals seit Anfang Mai wieder unter die Marke von 8200 Punkten und schloss 1,2 Prozent tiefer bei 8196 Punkten. Für den M-Dax ging es um 1,5 Prozent bergab auf 13 790 Punkte. Der Tec-Dax sank um 0,8 Prozent auf 951 Punkte.

Zwar nahm die Beschäftigung im US-Privatsektor im Mai nach Angaben des Arbeitsmarkt-Dienstleisters Automatic Data Processing (ADP) weniger stark zu als erwartet. Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen wertete die leichte Beschleunigung beim Beschäftigungsaufbau allerdings positiv für die Konjunkturentwicklung.

Die ADP-Daten gelten als Indikator für den am Freitag erscheinenden monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der wiederum wichtig für die US-Notenbank (Fed) ist. Die Währungshüter haben eine Straffung ihrer lockeren Geldpolitik an eine nachhaltige Konjunkturaufhellung und insbesondere an die Entwicklung am Arbeitsmarkt geknüpft. Seit Monaten profitieren die Aktienmärkte jedoch vor allem von den weltweit niedrigen Zinsen, die viele andere Anlageformen unrentabel machen. „Die Amerikaner stecken derzeit in der Zwickmühle“, heißt es im „Bernecker Aktionärsbrief“.

Für die Titel der Deutschen Post ging es dank eines positiven Analystenkommentars um ein Prozent hoch an die Dax-Spitze. Dagegen ließ eine negative Studie die Titel des Salz- und Düngemittelherstellers K+S um 2,1 Prozent sinken.

Der europäische Leitindex Euro-Stoxx 50 verlor zum Handelsende 1,7 Prozent auf 2709 Punkte. Der CAC 40 in Paris und die Börsen in London verbuchten ebenfalls deutliche Abschläge. Am US-Aktienmarkt gab der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss nach.

Am Rentenmarkt stagnierte die Umlaufrendite bei 1,25 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,21 Prozent auf 134,19 Punkte. Der Bund Future gewann 0,22 Prozent auf 143,78 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3067 (Dienstag: 1,3092) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7653 (0,7638) Euro. Tsp

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