So war der Tag : Ansteckender Optimismus

Der Optimismus nach dem Start der US-Berichtssaison hat am Dienstag für eine weitere Erholung am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Die Börsen in Übersee gaben einen weiter freundlichen Trend vor. Der Dax stieg um 1,1 Prozent auf 8058 Punkte, was den höchsten Stand seit knapp drei Wochen bedeutete. Mit einem sehr starken Wochenstart hatte der Leitindex tags zuvor bereits die Verluste der Vorwoche vergessen gemacht. Für den M-Dax ging es am Dienstag um 0,9 Prozent auf 13 970 Punkte hoch. Der Tec-Dax gewann 0,6 Prozent auf 973 Punkte.

„In der verflixten siebten Woche der Sommerkonsolidierung sieht es danach aus, als ob sich das Ende nähert“, schrieb Hans Bernecker in seinem täglichen Börsenbrief. Die großen Investoren stünden immer mehr unter Zugzwang, ihre Anleihebestände zu verringern und die Aktienquoten hochzufahren. Händlerin Anita Paluch vom Broker Gekko Markets erinnerte zudem daran, dass Griechenland von seinen internationalen Geldgebern weitere Milliardenhilfen zugesagt bekam.

Die Siemens-Aktien knüpften mit plus 0,9 Prozent an ihre Vortagsgewinne an. Sie hatten bereits am Montag mit der Abspaltung der Beleuchtungstocher Osram im Fokus gestanden. Nachdem gestern inklusive Osram ausnahmsweise für einen Tag 31 Werte im deutschen Leitindex enthalten waren, wurde das dabei um Osram verringerte Gewicht der Siemens-Aktie nun wieder aufgestockt. Die den Siemens-Aktionären im Verhältnis 10 zu 1 eingebuchten Osram-Aktien profitierten von mehreren Kaufempfehlungen und sprangen um fast 17 Prozent hoch. Im M-Dax stiegen die Anteilsscheine von Südzucker um 1,8 Prozent. Händler verwiesen auf gute Zahlen der Bioethanol-Tochter Crop-Energies, deren Titel um 0,4 Prozent zulegten.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,38 Prozent am Vortag auf 1,36 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 134,03 Punkte. Der Bund Future legte um 0,37 Prozent auf 142,51 Punkte zu. Der Euro geriet unter Druck und notierte zuletzt bei 1,2773 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs gegen Mittag noch auf 1,2857 (Montag: 1,2850) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7778 (0,7782) Euro. Tsp

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