So war der Tag : Antrieb aus den USA

D ie Aussicht auf eine anziehende USKonjunktur und eine unverändert lockere Geldpolitik der amerikanischen Notenbank Fed hat den deutschen Leitindex Dax am Montag angetrieben. Er gewann 0,7 Prozent auf 8314 Punkte. Für den M-Dax ging es am Montag um 0,6 Prozent nach oben auf 13 935 Punkte, während der Tec-Dax 0,7 Prozent gewann auf 962 Punkte.

„Die Arbeitsmarktdaten am Freitag in den USA waren wie warme Worte einer Mutter für ihr Kind“, so Sarah Brylewski von Gekko Global Markets. Auch gute Vorgaben aus Japan belebten die Börsen. Die Regierung in Tokio revidierte die BIP-Zahlen nach oben, der Nikkei legte knapp fünf Prozent zu. Handelsdaten aus China dämpften den Konjunkturoptimismus der Investoren jedoch etwas. Die Ausfuhren aus der zweitgrößten Volkswirtschaft wuchsen im Mai so langsam wie zuletzt vor fast einem Jahr.

Dies setzte vor allem die Rohstoff-Werte unter Druck. Am härtesten traf es die Minenwerte: So fielen Anglo American an der Londoner Börse um bis zu 3,2 Prozent. Rio Tinto verloren in der Spitze 3,4 Prozent. In Deutschland gehörten Thyssen-Krupp und Salzgitter mit Kursverlusten von 0,6 und 1,4 Prozent zu den größten Verlierern.

Auch die Preise für Rohstoffe gaben nach. So verbilligte sich die richtungsweisende Nordsee-Ölsorte Brent um 0,8 Prozent auf 95,6 Dollar. Kupfer fiel zeitweise auf ein Vier-Wochen-Tief von 7130 Dollar je Tonne.

Unterdessen setzten die Proteste in der Türkei der dortigen Börse erneut zu. Für Verunsicherung sorgte die Warnung des Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan, seine Geduld mit den demonstrierenden Regierungskritikern sei begrenzt. Timothy Ash, Chef des Schwellenländer-Researches bei der Standard Bank, wertete dies als Abkehr Erdogans von seinem wirtschafts- und investorenfreundlichen Kurs. Der Leitindex der Istanbuler Börse fiel um bis zu drei Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,21 Prozent am Freitag auf 1,24 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,19 Prozent auf 134,03 Punkte. Der Bund Future büßte 0,05 Prozent ein auf 143,82 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3209 (Freitag: 1,3260) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7571 (0,7541) Euro. Tsp

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