So war der Tag : Asien steckt an

Gestützt von steigenden Kursen in Asien und guten Konjunkturdaten hat der deutsche Aktienmarkt am Dienstag zugelegt. Der Dax kletterte dank unerwartet klar gestiegener Erwartungen für die deutsche Wirtschaft auf den höchsten Stand seit Ende Mai, konnte die eroberte Marke von 8444 Punkten aber nicht bis ins Ziel behaupten. Dabei erwies sich vor allem die schwächelnde Wall Street als hinderlich. Letztlich gewann der deutsche Leitindex 0,7 Prozent auf 8416 Punkte und setzte damit seine positive Vortagestendenz fort. Der M-Dax stieg um 0,4 Prozent auf 14 780 Punkte. Der Tec-Dax kletterte um 0,3 Prozent auf 1030 Punkte nach oben.

Vor allem die zusehends optimistischeren Konjunkturerwartungen der Finanzmarktakteure beflügelten die Kurse. Der ZEW-Index für Deutschland war im August höher gestiegen als erwartet. Für den europäischen Währungsraum hatte sich die konjunkturelle Perspektive sogar noch stärker aufgehellt. Zudem war die Industrieproduktion der Eurozone im Juni um 0,7 Prozent nach oben geklettert, nachdem sie im Monat zuvor noch um 0,3 Prozent zurückgegangen war. Etwas schwächer als erwartet fielen dagegen die US-Einzelhandelsumsätze aus. Die Wall Street reagierte negativ darauf, weil die US-Konjunktur entscheidend vom inländischen Konsum abhängt.

Untermauert wurde die freundliche Stimmung von Quartalsberichten deutscher Unternehmen. Aktien des Versorgers. Zu den Favoriten zählten die konjunktursensiblen Chemiewerte. Lanxess-Aktien verteuerten sich um 3,5 Prozent und BASF-Titel um 2,8 Prozent. Die Papiere von K+S bröckelten dagegen um rund eineinhalb Prozent ab. Der Düngemittel- und Salzproduzent blieb mit seinen Kennzahlen im Rahmen der Prognosen. Experten erwarten allerdings anhaltende Gewinnrisiken. Commerzbank-Titel verlor 0,9 Prozent, die Allianz-Aktie gab 0,4 Prozent nach.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,46 (Montag: 1,41) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 133,32 Punkte. Der Bund Future verlor 0,84 Prozent auf 140,88 Punkte. Der Euro sank zuletzt auf 1,3241 US-Dollar. Gegen Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,3290 (1,3280) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7524 (0,7530) Euro. Tsp

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