So war der Tag : Atempause

Nach seinem Rekordhoch am Vortag hat der deutsche Leitindex Dax am Dienstag an Spannung verloren. In einem ruhigen Handel konnten auch gute Konjunkturdaten die Laune der Anleger nicht spürbar heben. So notierte der deutsche Leitindex zuletzt mit minus 0,2 Prozent bei 8596 Punkten. Der Leitindex für mittlere Werte, M-Dax, verlor 0,5 Prozent auf 14 923 Punkte. Der Technologieindex Tec-Dax fiel am Dienstag um 0,4 Prozent auf 1070 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx 50 gab um 0,3 Prozent auf 2891 Punkte nach. Der ZEW-Index, der die Stimmung der Finanzexperten einfängt, stieg im September überraschend auf den höchsten Stand seit April 2010.

Hauptsächlich konzentrieren sich die Aktienmärkte jedoch auf die am Dienstag beginnende Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed. Die Notenbanker werden am Mittwoch bekannt geben, ob sie schon im September mit der Drosselung ihrer stützenden Anleihekäufe beginnen wollen.

Im Dax-Club sorgten die Aktien von Continental und von K+S für Bewegung: Vom Start weg kamen die Continental-Aktien stark unter Druck und verloren am Dax-Ende 3,1 Prozent. Mehrheitseigner Schaeffler hatte vier Prozent der Aktien an dem Reifenhersteller und Autozulieferer losgeschlagen. Die Aktien von K+S fielen nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen Tage und gaben am Dienstag um 2,5 Prozent nach. Zu neuen Spekulationen um den Kalipreis gesellte sich eine gekürzte Absatzprognose des US-Wettbewerbers Mosaic.

Zu den Verlierern auf dem Parkett zählten Autowerte: Der Grund waren die Zahlen, die der europäische Automobilverband Acea veröffentlicht hatte und die die Anleger mit Enttäuschung aufnahmen. Volkswagen-Aktien verloren 1,7 Prozent, BMW und Daimler gaben 0,5 beziehungsweise 0,9 Prozent ab.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,56 Prozent am Vortag auf 1,57 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 132,72 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,11 Prozent auf 138,31 Punkte. Der Kurs des Euro fiel leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3356 (Montag: 1,3357) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7487 (0,7487) Euro. Tsp

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