So war der Tag : Auf dem Höhepunkt

Die Börsen-Woche startete turbulent: Der deutsche Leitindex Dax kletterte mit 8626 Punkten auf ein Allzeit-Rekordhoch und schloss mit 8613 Punkten 1,2 Prozent im Plus. Der M-Dax für mittelgroße Werte rückte um 1,1 Prozent auf 15 004 Punkte vor. Er hatte zuvor bei 15 034 Punkten eine Bestmarke erreicht. Für den Tec-Dax ging es um 0,9 Prozent auf 1073 Punkte nach oben. Der Leitindex der Euro-Zone EuroStoxx 50 stieg um 0,9 Prozent auf 2892 Punkte.

Vor allem die Spekulationen um die Nachfolge des US-Notenbank-Chefs Ben Bernanke und die Fortsetzung der lockeren US-Geldpolitik bewegten die Märkte. Zudem profitierten sie davon, dass es vorerst keinen militärischen Angriff der USA auf Syrien gibt.

Die Leitindizes der Syrien-Nachbarn Türkei und Israel kletterten auf ein Mehr-Wochen-Hoch. Die nachlassende Furcht davor, dass sich der Koflikt auf die ölreichen Nachbarn Syriens ausbreite, drückte den Ölpreis. Der Terminkontrakt der Sorte Brent aus der Nordsee fiel um bis zu 2,7 Prozent auf ein Vier-Wochen-Tief. Im Spitzenclub des Dax trieben am Montag neue Vermutungen über die Entwicklung des Kalidüngermarktes die Aktien von K+S zeitweise um 2,1 Prozent hoch. Als Grund sahen Händler eine Meldung, der zufolge der russische Unternehmer Wladimir Kogan – ein Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin – die Kontrolle über den Kalidünger-Produzenten Uralkali erlangen wolle. Die Vorzugsaktien von Volkswagen reagierten mit plus 1,2 Prozent auf einen möglichen Beteiligungsausbau in China. Die Aktien von ThyssenKrupp hingegen verloren 0,4 Prozent. Der Konzern sieht sich beim geplanten Verkauf seiner Stahlwerke in Übersee zu einer Notlösung gezwungen. Im RWE-Kursrutsch von 0,3 Prozent sahen Branchenkenner eine Korrektur nach früherem Höhenflug.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,62 Prozent am Freitag auf 1,56 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,26 Prozent auf 132,68 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,50 Prozent auf 138,63 Punkte. Weil der Dollar wegen der Spekulationen um die Nachfolge von Bernanke unter Druck geriet, stieg der Kurs des Euro. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3357 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7487 Euro. Tsp

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