So war der Tag : Bernanke treibt die Kurse

US-Notenbankpräsident Ben Bernanke hat den Dax am Donnerstag beflügelt. Er sorgte mit der erneuten Zusicherung „sehr expansiver Geldpolitik für absehbare Zeit“ bei den Anlegern für weiter gute Laune. Bis zum Abend kletterte der deutsche Leitindex um 0,9 Prozent auf 8134 Punkte. In vier Gewinntagen liegt er damit seit dem vergangenen Freitag fast viereinhalb Prozent im Plus. Der M-Dax stieg am Donnerstag um 0,3 Prozent auf 13 985 Punkte, während der Tec-Dax um 1,3 Prozent auf 984 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx 50 zog nach einem Tag Verschnaufpause um 0,5 Prozent an auf 2674 Punkte.

Die Wall Street ging ebenfalls mit Kursgewinnen in den Handel. Daten vom US-Arbeitsmarkt passten in das aktuell eher gemischte Bild. Die Anzahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lag mit 360 000 etwas höher als erwartet, dennoch signalisierte sie Analysten zufolge eine anhaltende Verbesserung auf dem Jobmarkt.

Im Dax gab es mit der Lufthansa, Henkel, Continental und Merck nur vier Verlierer. Die Papiere der Fluggesellschaft hielt der weiter nach oben galoppierenden Ölpreis im Zaum. An der Spitze erholten sich derweil Lanxess um weitere 3,6 Prozent.

Die Aktien von Praktiker ragten im sehr freundlichen Markt mit einem Kurseinbruch von zeitweise mehr als 70 Prozent deutlicher heraus. Die Baumarktkette beantragte wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit Insolvenzverfahren für acht Tochterfirmen in Deutschland. Papiere des Wettbewerbers Hornbach Holding sprangen um 8,3 Prozent nach oben. Erfolgreich verlief im zweiten Anlauf der Börsengang von Deutsche Annington. Nachdem die Wohnungsgesellschaft den Preis der Aktie deutlich auf 16,50 Euro herabgesetzt hatte, starteten die Papiere mit 17,10 Euro in den Handel und wurden zuletzt gar bei 17,52 Euro gehandelt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,32 Prozent am Vortag auf 1,31 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 134,19 Punkte. Der Bund Future rückte indes um 0,25 Prozent auf 142,82 Punkte vor. Der Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3044 (Mittwoch: 1,2813) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7666 (0,7805) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben