So war der Tag : China treibt die Kurse

Erfreuliche Konjunktursignale aus den weltgrößten Volkswirtschaften haben am Donnerstag den deutschen Aktienmarkt gestützt. Der Leitindex Dax stieg um ein Prozent auf 7336 Punkte. Für den MDax ging es um ein Prozent auf 11 607 Punkte nach oben, und der Tec-Dax rückte um 0,6 Prozent auf 807 Punkte vor. Nicht nur in China verdichten sich die Anzeichen für eine konjunkturelle Stabilisierung. Auch aus den USA kamen gute Nachrichten aus der Industrie und vom Arbeitsmarkt. In China war der Einkaufsmanagerindex für die Industrie im Oktober wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gestiegen.

Außerdem hatte sich die am ISM-Index gemessene Stimmung in der US-Industrie überraschend weiter aufgehellt. Gute Signale vom Arbeitsmarkt lassen dort zudem Gutes für die am morgigen Freitag erwarteten offiziellen Beschäftigungszahlen erwarten.

Im Dax verbuchten die konjunktursensiblen Automobil- und Technologiewerte die größten Aufschläge. Spitzenreiter waren die Infineon-Aktien mit plus 4,1 Prozent, gefolgt von BMW mit einem Zugewinn von rund drei Prozent. Bei dem Autobauer steigt Börsianern zufolge der Optimismus vor der für kommenden Dienstag erwarteten Bilanzvorlage. VW-Papiere kletterten um 2,8 Prozent.

Besonders schwach zeigten sich dagegen die als defensiv angesehenen Titel von Fresenius Medical Care (FMC). Am Vortag waren sie nach Zahlen schon um mehr als vier Prozent abgerutscht, und nun büßten sie wegen negativer Analystenstimmen nochmals mehr als drei Prozent ein. Auch die Titel des Mutterkonzerns Fresenius gehörten mit einem Abschlag von nahezu zwei Prozent zu den schlechtesten Werten im Dax.

Der Euro-Stoxx 50 schloss 1,2 Prozent höher bei 2534 Punkten und auch die Leitindizes in London und Paris gewannen.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,21 Prozent am Mittwoch auf 1,18 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,09 Prozent auf 134,11 Punkte. Der Bund Future legte knapp um 0,05 Prozent auf 141,79 Punkte zu. Der Euro dagegen fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2975 (Mittwoch: 1,2993) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7707 (0,7697) Euro. Tsp

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