So war der Tag : Dax auf neuem Jahreshoch

Der Dax hat am Donnerstag seinen jüngsten Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Leitindex stieg bis zum Handelsschluss um 0,9 Prozent auf 7144 Punkte. Zwischenzeitlich hatte er sogar die Marke von 7150 Punkten übersprungen und war damit auf den höchsten Stand seit August 2011 geklettert. Sein Jahresplus beträgt inzwischen gut 20 Prozent. Für den M-Dax ging es um 0,6 Prozent auf 10 726 Punkte nach oben, der Tec-Dax verbesserte sich um 1,5 Prozent auf 790 Punkte.

„Die Aktien profitieren von dem aktuellen Marktumfeld am meisten“, sagte Analyst Markus Reinwand von der Landesbank Hessen-Thüringen. So hätten wichtige Konjunkturindikatoren nach oben gedreht, und die Zinsen seien derzeit niedrig. Zudem entspanne sich die europäische Staatsschuldenkrise etwas. „Trotz der jüngsten Kursanstiege sehe ich noch keine akute Überhitzung des Marktes“, fuhr der Experte fort. Getrieben wird die aktuelle Aktien-Rallye hauptsächlich von den zusammengerechnet gut eine Billion Euro schweren Liquiditätsspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) sowie den verbesserten Aussichten für die US-Konjunktur. Untermauert wurden letztere von den etwas geringer als erwartet ausgefallenen Erstanträgen auf US-Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche.

Derweil legten zahlreiche Unternehmen Geschäftszahlen für 2011 vor. Ein überdurchschnittliches Salzgeschäft und eine robuste Düngernachfrage hatten dem Unternehmen K+S einen Umsatz- und Gewinnsprung beschert. Dank des überzeugenden Zahlenwerkes schnellten die Aktien an der Dax- Spitze um 7,2 Prozent in die Höhe. Zweitbester Indexwert waren Heidelberg-Cement, die 5,1 Prozent gewannen. Der Baustoffkonzern hatte mit seinem Nachsteuergewinn für 2011 positiv überrascht. Die Titel der Lufthansa sanken um 0,9 Prozent. Die Fluggesellschaft geht angesichts von Rekordölpreisen und Streikgefahr mit gebremsten Erwartungen in den Rest des Jahres.

Als schwächster Wert im M-Dax sackten die Papiere von Deutz um 4,2 Prozent ab. Die Tatsache, dass der Kölner Motorenhersteller ein schlechtes viertes Quartal hingelegt und seine operative Margenprognose noch einmal etwas gesenkt hat, habe den Kurs belastet, sagten Marktbeobachter. Die Aktien von Gildemeister hingegen zogen an der Index-Spitze um 6,1 Prozent an. Der Werkzeugmaschinenbauer blickt nach einem Jahr mit einem Rekordauftragseingang und unerwartet kräftigen Zuwächsen beim Gewinn mit Zuversicht auf das laufende Jahr 2012.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,64 (Mittwoch: 1,57) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,30 Prozent auf 130,30 Punkte. Der Bund-Future büßte 0,10 Prozent ein auf 136,66 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3057 (1,3062) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7659 (0,7656) Euro. Tsp

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