So war der Tag : Dax auf Rekordkurs

Der Dax hat sein Wochenplus zum „Hexensabbat“ am Freitag weiter ausgebaut – und sich seinem alten Allzeithoch von 9405 Zählern bis auf wenige Punkte genähert. Am großen Verfallstag an den Terminbörsen, an dem es auch ohne wesentliche Nachrichten zu stärkeren Kursschwankungen kommen kann, stieg der deutsche Leitindex bis kurz vor Handelsschluss um 0,7 Prozent auf 9400 Punkte. Nach zwei Verlustwochen in Folge bedeutete das auf Wochensicht ein Plus von bisher mehr als vier Prozent. Für den M-Dax ging es am Freitag um 0,6 Prozent auf 16 391 Punkte nach oben, während der Tec-Dax unverändert bei 1156 Punkten lag. Der Euro-Stoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand 0,6 Prozent höher bei 3049 Zählern.

Nach den Rückschlägen in den vergangenen beiden Wochen sehe es nun doch noch nach einer Jahresendrallye aus, sagte ein Börsianer. Die Geldpolitik der US-Notenbank Fed stütze die Märkte weiterhin. Hinzu komme der erneute Anstieg des Verbrauchervertrauens in Deutschland – auch ein Resultat extrem niedriger Sparzinsen. Das GfK-Konsumklima signalisiert für Januar einen Wert von 7,6 Punkten. Damit erreichte der Konjunkturindikator den höchsten Wert seit August 2007.

Im Dax knüpften Titel der Deutschen Börse an der Dax-Spitze mit einem Plus von 3,2 Prozent an ihre Kursrallye seit Wochenbeginn an. Die Vorzugsaktien von Volkswagen stiegen zum ersten Mal in ihrer Geschichte auf 200 Euro – am Abend lagen sie mit einem Plus von 0,6 Prozent leicht darunter. Im M-Dax setzten sich die Titel von Rhön-Klinikum an die Spitze. Im Machtpoker der Aktionäre B. Braun und Asklepios mit dem Medizinkonzern Fresenius soll es nun eine einvernehmliche Lösung geben, von der alle profitieren. Die Rhön-Klinikum-Papiere zogen um fünf Prozent an. Für die Anteilsscheine von Fresenius ging es um 0,5 Prozent nach unten.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,52 Prozent am Vortag auf 1,54 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,21 Prozent auf 132,62 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,18 Prozent auf 139,61 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3655 (Donnerstag: 1,3667) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7323 (0,7317) Euro. Tsp

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