So war der Tag : Dax beendet Woche mit Plus

Positiv interpretierte Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Freitag dem Dax ein Plus beschert. Sorgen um eine Eskalation des Syrien-Konfliktes drückten etwas auf die Stimmung. Der Leitindex stieg um 0,5 Prozent auf 8275 Punkte. Auf Wochensicht bedeutete dies ein Gewinn von 2,1 Prozent. Der M-Dax gab am Freitag um 0,1 Prozent auf 14 588 Punkte nach. Der Tec-Dax büßte 0,6 Prozent auf 1044 Punkte ein.

Die Unternehmen in den USA schafften in den Sommermonaten Juni bis August deutlich weniger neue Stellen als erhofft, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Dies könnte die Notenbank Fed dazu verleiten, ihre Konjunkturhilfen langsamer zurückzufahren als von vielen Fachleuten erwartet.

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg zwar im August um 169 000, von Reuters befragte Ökonomen hatten jedoch mit 180 000 gerechnet. Zudem wurden im Juni und Juli zusammen rund 74 000 weniger neue Jobs geschaffen als zunächst ermittelt. Die separat berechnete Arbeitslosenquote hingegen sank im August auf 7,3 von 7,4 Prozent. Dies ist der tiefste Stand seit Ende 2008. „Die Zahlen sind nicht so überzeugend wie erwartet“, sagte Helaba-Analyst Ralf Umlauf. „So dürfte die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bei der nächsten Sitzung den Rückzug aus der extrem lockeren Geldpolitik beschließt, wohl etwas schrumpfen.“

Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zum Syrien-Konflikt hatten den Dax am späten Nachmittag kurz unter Druck gesetzt. Der Kremlchef sicherte dem engen Partner Syrien weitere Unterstützung zu.

Im Dax waren vor allem die Versorgeraktien gefragt. An der Spitze standen die Titel von RWE und Eon. Auch die Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank legten nach einer positiveren Einschätzung der Ratingagentur Moody’s zum deutschen Bankensystem zu.

Am Markt für Staatsanleihen stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,64 Prozent am Vortag auf 1,67 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,08 Prozent auf 131,92 Punkte. Der Bund Future gewann 0,89 Prozent auf 137,67 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,3117 (Donnerstag: 1,3202) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7624 (0,7575) Euro. Tsp

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