So war der Tag : Dax bei 6600 Punkten

Das Misstrauen der Anleger in die Stärke der Weltwirtschaft hat dem Dax am Mittwoch den sechsten Tagesverlust in Folge beschert. Etwas besser als erwartet ausgefallene US- Arbeitsmarktdaten und eine Zinssenkungen Schweizer Nationalbank (SNB) lockerten die Anspannung an den Finanzmärkten zwar etwas. Am Nachmittag drückten aber weitere Konjunkturdaten aus den USA massiv auf die Stimmung. Neben der Industrie sind auch die US-Dienstleister schwächer ins zweite Halbjahr gestartet als erwartet.

Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management sank von 53,3 auf 52,7 Zähler im Juni. Das Barometer lag damit auf dem tiefsten Stand seit Februar 2010, notierte aber weiter über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern. Das Neugeschäft der Dienstleister stieg langsamer als zuletzt und sie stellten unterm Strich nicht mehr so viel Personal ein wie im Juni. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 53,6 Punkte gerechnet. „Dies wird nicht das Gerede am Markt beenden, dass wir uns vielleicht in Richtung einer Rezession bewegen“, sagte Tom Porcelli von RBC Capital Markets.

Der deutsche Leitindex Dax schloss 2,3 Prozent schwächer bei 6640 Punkten. Der M-Dax rutschte um 2,4 Prozent auf 9719 Punkte ab. Der Tec-Dax verlor 3,2 Prozent auf 762 Punkte. Auch die US-Börsen gingen schwächer in den Handel. Gegen Handelsschluss in Europa lag der Dow-Jones-Index bei 11 758 Punkten – 0,9 Prozent niedriger als am Dienstag. Die Aktienbörsen in Mailand und Madrid, die in den vergangenen Tagen aufgrund von Spekulationen um eine Ausweitung der europäischen Schuldenkrise unter die Räder gekommen waren, drehten zeitweise ins Plus.

Schlusslicht im Dax, in dem es am Mittwoch nur Verlierer gab, waren Metro-Aktien, die sich um 5,2 Prozent verbilligten. Die Aktie leide unter den Nachwehen der zurückhaltenden Gesamtjahresprognose vom Vortag, sagten Händler. Stärkster Wert im Dax war die Aktie von Fresenius (minus 0,6 Prozent) die sich auch an den schwachen Vortagen stabil behauptet hatte. Trübe Geschäftsaussichten sorgten bei Fuchs Petrolub für massive Verkäufe. Die Papiere des Schmierstoff-Herstellers brachen im M-Dax um bis zu 16 Prozent ein. Dies ist der einer der größten Tagesverluste der Firmengeschichte. Dabei wechselten bis zum frühen Nachmittag fast sechs Mal so viele Fuchs-Titel den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,22 (Vortag: 2,21) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 126,96 Punkte. Der Bund Future verlor 0,14 Prozent auf 131,63 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4300 (Dienstag: 1,4170) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6993 (0,7057) Euro. Tsp

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