So war der Tag : Dax bleibt im Minus

Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag nach den deutlichen Verlusten vom Vortag leichte Gewinne eingefahren. Zwar ging der Dax am Freitag von schwachen US-Arbeitsmarktdaten belastet um 0,4 Prozent niedriger bei 5834 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht bedeutete dies einen Abschlag von 3,9 Prozent. Steigende Kurse bei Autozulieferern und Maschinenbauern verhalfen dagegen aber der zweiten Börsenliga ins Plus: Der M-Dax der Nebenwerte legte um 0,2 Prozent auf 7829 Punkte zu. Für den Tec-Dax ging es gar um 0,8 Prozent in die Höhe auf 725 Punkte.

Die Krise am US-Arbeitsmarkt lässt Anleger um die auf wackeligen Beinen stehende Wirtschaftserholung bangen. Denn die Zahl der Beschäftigten in der weltgrößten Volkswirtschaft sank im Juni erstmals in diesem Jahr und zudem noch stärker als befürchtet. Allerdings ging die Arbeitslosenquote von 9,7 auf 9,5 Prozent zurück. „Sorgen um die Nachhaltigkeit des konjunkturellen Aufschwungs werden durch diese Entwicklung nicht befeuert“, schrieben die Experten der Landesbank Hessen-Thüringen in einer Kurzstudie. Erfreulich sei der Rückgang der Arbeitslosenquote sowie der Anstieg der Zeitarbeiterzahl im Privatsektor. Das deute auf eine positive Entwicklung in den kommenden Monaten hin.

Die unterschiedlichen Signale schickten die europäischen Börsen am Freitag aber auf Berg- und Talfahrt. Den Dax trieben die Daten erst auf ein Tageshoch von 1,4 Prozent, bevor er kurz darauf ins Minus rutschte. Die Stimmung sei nervös, sagte ein Aktienhändler. In den vergangenen Tagen hatten wachsende Zweifel an einer Erholung der Weltwirtschaft immer wieder für Kursrückgänge an den Aktienmärkten gesorgt.

Im M-Dax sprangen die Aktien von Continental um 3,1Prozent nach oben, nachdem der Automobilzulieferer überraschend Zahlen vorgelegt hatte. Das Unternehmen konnte im ersten Halbjahr Umsatz und Gewinn steigern.

Im Dax sorgten einige Studien für Kursbewegungen. An der Spitze des Leitindex lagen mit einem Plus von 2,9 Prozent die Aktien der Deutschen Börse, die von einer Hochstufung durch Morgan Stanley profitierten. Am Ende des Dax standen Bayer-Titel mit einem Minus von 2,6 Prozent. Sie wurden wiederum von einer Kurszielsenkung durch die Schweizer Großbank UBS belastet. Die Anteilsscheine des Konsumgüterherstellers Henkel gaben um ein Prozent nach. Nach einem Pressebericht will US-Konkurrent Reckitt Benckiser neue Marken in den deutschen Handel bringen.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,20 (Vortag: 2,21) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,29 Prozent auf 127,18 Punkte. Für den Bund Future ging es um 0,15 Prozent auf 129,36 Punkte nach unten. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2548 (1,2328) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7969 (0,8112) Euro. Tsp

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