So war der Tag : Dax erholt sich

Der Dax hat sich am Freitag etwas von seinem Rücksetzer zum Jahresbeginn erholt. Nach einem lange Zeit richtungslosen Handel lag der deutsche Leitindex am Abend mit 0,4 Prozent im Plus bei 9435 Punkten. Tags zuvor hatte der Dax zunächst bei 9620 Punkten ein Rekordhoch markiert, war dann aber um mehr als anderthalb Prozent abgerutscht. Auf Wochensicht deutet sich damit ein Minus von rund anderthalb Prozent an. Der M-Dax gewann am Freitag 0,6 Prozent auf 16 618 Punkte. Am Donnerstag hatte auch der Index für mittelgroße Werte eine Bestmarke gesetzt, und zwar bei 16 672 Punkten. Der Technologieindex Tec-Dax zog am letzten Handelstag der Woche um 1,4 Prozent auf 1182 Punkte an. Der Leitindex der Eurozone Euro-Stoxx-50 stieg um 0,5 Prozent auf 3074 Zähler.

Positive Nachrichten kämen aus Südeuropa, sagte Händler Toby Morris vom Broker CMC: In Spanien war die Arbeitslosenzahl im vergangenen Monat so stark gesunken wie seit Juni 2013 nicht mehr, und in Italien war die Inflationsrate im Dezember auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen.

Zu den Favoriten im Dax zählten mit dem Spezialchemiekonzern Lanxess und dem Düngemittelproduzenten K+S die beiden größten Verlierer des vergangenen Jahres. Am Freitag legten die Papiere 1,7 beziehungsweise 2,2 Prozent zu. Am Index-Ende fielen die Titel der Commerzbank um 1,6 Prozent. Im zweiten Halbjahr 2013 waren die Papiere des Finanzinstituts noch um rund 75 Prozent in die Höhe geschnellt. Aktien von Rückversicherern litten unter einem weiteren Bericht über schwächere Rückversicherungsprämien. So sanken die Titel von Munich Re um 1,3 Prozent. Den großen Rückversicherern droht nach Einschätzung des Rückversicherungsmaklers Willis Re in diesem Jahr ein bis zu 25-prozentiger Einbruch der Prämien.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere am Freitag von 1,65 Prozent am Vortag auf 1,64 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg leicht um 0,06 Prozent auf 132,16 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,10 Prozent auf 139,00 Punkte. Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3634 (Donnerstag: 1,3658) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7335 (0,7322) Euro. Tsp

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