So war der Tag : Dax gibt nach

Trotz erfreulicher chinesischer Wirtschaftsdaten und guter Unternehmenszahlen aus den USA hat der Dax am Freitag moderat nachgegeben. Nach zwei Gewinntagen sank der deutsche Leitindex um 0,4 Prozent auf 7702 Punkte. Etwas besser schlugen sich die anderen Indizes: Der M-Dax gewann 0,5 Prozent auf 12 548 Punkte, der Tec-Dax notierte auf dem Vortagsniveau.

„Was wir für steigende Kurse benötigen, sind starke Unternehmensergebnisse“, sagte Marktanalystin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Die Chancen hierfür stünden nicht schlecht. „Die Erwartungen sind niedrig.“ In der kommenden Woche wollen unter anderem Apple und Siemens ihre Bücher öffnen. Das 7,8-prozentige chinesische Wirtschaftswachstum 2012 biete dagegen wenig Grund zur Freude, betonte Paluch. „China hat vielleicht den Blues abgelegt und ist auf den Wachstumspfad zurückgekehrt, aber es ist immer noch der niedrigste Anstieg seit 1999.“

Aktien der Commerzbank stiegen nach einem Bericht über mögliche Stellenstreichungen und guten Zahlen des US-Konkurrenten Morgan Stanley um 1,8 Prozent. Damit gehörten sie zu den Favoriten im Dax. Die Aktien der Deutschen Bank zeigten sich dagegen unbeeindruckt und sanken um 0,4 Prozent. Bei den Thyssen- Krupp-Titeln sorgte ein kritischer Bericht für Verluste von 1,8 Prozent. Laut „Handelsblatt“ ist der Stahlkonzern unzufrieden mit den Angeboten für seine amerikanischen Stahlwerke und „hat daher die Interessenten aufgefordert, ihre Offerten nachzubessern“.

Halbleiterwerte entwickelten sich nach Zahlen von Intel freundlich. Der Chipkonzern litt zwar im Schlussquartal 2012 unter den schwachen Verkäufen von Tischrechnern und Notebooks. Börsianer verwiesen aber auf die hohen geplanten Investitionen, die ein gutes Zeichen für den gesamten Sektor seien. Infineon-Aktien zeigten sich im Dax moderat schwächer (minus 0,3 Prozent), Titel des Maschinenbauers Aixtron stiegen um 2,4 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,29 Prozent. Der Bund-Future stieg um 0,36 Prozent auf 143,15 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3324 (Donnerstag: 1,3368) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7505 (0,7481) Euro. Tsp

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