So war der Tag : Dax gibt stark nach

Der Dax hat am Mittwoch seinen jüngsten Abwärtstrend deutlich beschleunigt und so tief wie noch nie in diesem Jahr geschlossen. Er gab um 2,3 Prozent auf 7503 Punkte nach und verzeichnete damit den vierten Verlusttag in Folge. Wachstumssorgen in der Euro-Zone zusammen mit verstärkter Unsicherheit wegen eines Raketenbeschusses der südisraelischen Stadt Eilat hätten für einen Kursrutsch gesorgt, sagten Börsianer.

Für den M-Dax ging es um 0,9 Prozent auf 12 988 Punkte bergab, während der Tec-Dax um 1,5 Prozent auf 898 Punkte fiel. Der EuroStoxx 50 schloss 2,1 Prozent niedriger bei 2553 Punkten. Die Leitindizes in London und Paris verzeichneten ebenfalls teils deutliche Verluste. In New York lag der Dow Jones Industrial zum Handelsschluss in Europa mit 0,9 Prozent im Minus.

Die Aktien von Daimler hielten sich mit minus 1,9 Prozent etwas besser als der Dax, nachdem der Stuttgarter Autobauer den Verkauf seiner verbliebenen EADS-Beteiligung bekannt gegeben hatte. Die Papiere des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns verteuerten sich an der M-Dax-Spitze um 4,8 Prozent. Händler berichteten über ein großes Interesse an den EADS-Titeln am Markt. Dagegen sackten die Infineon-Titel am Dax-Ende um 4,8 Prozent ab. Laut Börsianern belasteten die europäischen Auto-Zulassungsdaten auch den Halbleiterkonzern, der ein wichtiger Zulieferer für die Autobranche ist. Auch andere Autotitel gaben nach. Für die Bayer-Aktie ging es um 4,3 Prozent bergab.

Im M-Dax stiegen Kabel Deutschland um 3,3 Prozent. Dem „Manager Magazin“ zufolge bereitet der US-Konzern Liberty Global ein Übernahmeangebot vor, um dem britischen Rivalen Vodafone zuvorkommen. Weder Kabel Deutschland in München noch die Unitymedia KabelBW in Köln wollten den Bericht am Mittwoch kommentieren.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,04 Prozent am Vortag auf 1,06 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,03 Prozent auf 135,51 Punkte. Der Bund Future aber gewann 0,41 Prozent auf 146,25 Punkte. Der Kurs des Euro gab nach und notierte zuletzt bei 1,3051 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3129 (Dienstag: 1,3129) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7617 (0,7617) Euro.Tsp

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