So war der Tag : Dax hält nicht durch

Bis kurz vor Handelsschluss sah es am Montag so aus, als wolle der Dax einen deutlichen Erholungskurs einschlagen. Nach sechs Minustagen in Folge profitierte der Index zunächst von kräftigen Kursgewinnen an der japanischen Börse und stieg wieder über 7500 Punkte. Am späten Nachmittag jedoch zogen sich die Anleger wieder zurück – der Dax fiel ins Minus. Am Ende schaffte er noch ein kleines Plus von 7478 Punkten (plus 0,2 Prozent). Unerwartet schwach ausgefallene Daten vom US-Immobilienmarkt drückten die Stimmung. Für den M-Dax ging es um 0,6 Prozent auf 13 093 Punkte nach oben und der Tec-Dax gewann 0,5 Prozent auf 910 Punkte.

Für Gesprächsstoff sorgte die Lufthansa. Mit einem Warnstreik hatte das Bodenpersonal den Flugverkehr der Airline fast in ganz Deutschland lahmgelegt. Dennoch legten die Titel um 1,4 Prozent zu. Ein Börsianer wertete positiv, dass die Konzernführung Härte zeigt und glaubt, dass sich die konsequente Haltung langfristig auszahlen wird. Unter den weiteren Favoriten im Dax zogen zunächst auch Thyssen- Krupp-Titel an. Händler verwiesen auf eine Meldung, wonach der brasilianische Konkurrent Cia Siderurgica Nacional dem deutschen Stahlkonzern erneut ein Kaufgebot im Zusammenhang mit den zum Verkauf stehenden Stahlwerken in der Region Amerika unterbreitet haben soll. Die Spekulation hielt aber nicht an – am Abend notierten die Aktien nur mit 0,5 Prozent ins Minus.

Für die Commerzbank- Papiere ging es am Dax-Ende um mehr als fünf Prozent bis auf 1,083 Euro nach unten – ein Rekordtief. Die Papiere von K+S sackten als zweitschwächster Wert im Dax um rund 3,8 Prozent ab. Ein geplantes Kaliwerk in Kanada wird für den Düngemittel- und Salzkonzern teurer als gedacht. Die im Tec-Dax gelisteten SMA-Solar-Titel schnellten um mehr als acht Prozent in die Höhe. Am Abend lag das Plus noch bei 5,4 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,03 Prozent am Freitag auf 1,04 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,09 Prozent auf 135,57 Punkte. Der Bund-Future aber rückte um 0,12 Prozent auf 146,29 Punkte vor. Der Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3037 (Freitag: 1,3115) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7671 (0,7625) Euro. Tsp

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