So war der Tag : Dax hält sich über 6600 Punkten

Der schwache Dollar hat den US-Börsen am Montag einen freundlichen Wochenauftakt beschert – und die deutsche Börse stabilisiert. Hinzu kam die Aussicht auf starke Bilanzen der Dax-Firmen. Außerdem hat sich die Lage am US-Immobilienmarkt im September wieder etwas entspannt. Aufs Jahr hochgerechnet wechselten 4,53 Millionen Häuser den Besitzer, das sind zehn Prozent mehr als im August, wie die Vereinigung der Immobilienmakler am Montag mitteilte. Analysten hatten mit 4,30 Millionen gerechnet.

Der Dax kletterte um 0,5 Prozent auf 6639 Zähler. Der Nebenwerte-Index M-Dax legte um 0,6 Prozent auf 9363 Zähler zu. Der Tec-Dax stieg um 0,8 Prozent auf 816 Punkte.

Die Aktienhändler setzten nach dem G-20- Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer darauf, dass die US-Notenbank die größte Volkswirtschaft noch einmal mit Geldspritzen stützt. Die Entscheidung der Staatengruppe, keine klaren Ziele für einen besseren Ausgleich der Weltwirtschaft zu vereinbaren, galt als Einverständnis mit der Politik der USA, ihre Währung weiter schwach zu halten. „Die Märkte reagieren erleichtert auf die wachsweiche G20“, begründete Marktstratege Heino Ruland vom Finanzberater Ruland Research die Kursanstiege. Händler Stefan Söllner stimmte dem zu: „Auf dem G-20-Treffen wurde China von einer Abwertung des Yuan verschont. Nachdem sich also diese Befürchtungen nicht erfüllt haben, ist die Stimmung positiv.“

Als Dax-Spitzenwert ragte mit plus 6,8 Prozent die Vorzugsaktie von Volkswagen heraus. Seit August 2008 stand sie nicht mehr so hoch. Europas größter Autobauer hatte am Freitag überraschend Quartalszahlen vorgelegt, nach denen sich der Gewinn seit Jahresanfang versechsfachte. Es folgten zahlreiche positive Analystenkommentare. Credit Suisse, Deutsche Bank und Commerzbank etwa hoben zudem ihr Kursziel für die Aktie an. Die Titel der Commerzbank büßten 0,6 Prozent ein. Auf der Verkaufsliste im Dax fand sich auch Scania-Großaktionär MAN wieder. Die Titel des Lastwagenbauers gaben wegen enttäuschender Auftragseingänge und Quartalsumsätze von Scania am Dax-Ende 0,9 Prozent nach.

Die Aktie von Hochtief stieg um 2,1 Prozent: Hintergrund waren ein Bericht über Katar als möglichen „weißen Ritter“ für Hochtief im Übernahmekampf gegen den spanischen Konkurrenten ACS sowie ein Gesuch der Hochtief-Tochter Leighton an das australische Übernahmegremium.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,20 (Freitag: 2,22) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 127,33 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,20 Prozent auf 129,91 Punkte vor. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4031 (Freitag: 1,3934) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7127 (0,7177) Euro. Tsp

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