So war der Tag : Dax in der Abwärtsspirale

Der Dax hat am Donnerstag an seinen Kursrutsch zur Wochenmitte angeknüpft und erneut so tief wie noch nie in diesem Jahr geschlossen. Negative US-Konjunkturdaten drückten den deutschen Leitindex nach einem kurzen Erholungsversuch zum Handelsschluss um 0,4 Prozent ins Minus auf 7473 Punkte. Es war der fünfte Minustag in Folge. Eine derart lange Verluststrecke hatte der Dax zuletzt im Mai 2012 hingelegt. Für den M-Dax ging es am Donnerstag um 0,1 Prozent auf 12 970 Punkte nach unten. Der Tec-Dax sank um 0,2 Prozent auf 896 Punkte. Der EuroStoxx 50 schloss 0,1 Prozent höher bei 2555 Punkten.

In den USA war der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren im März erstmals seit August 2012 gefallen.

Die Papiere von Infineon Technologies standen nach einer Hochstufung im Blick. Der Analystenkommentar sorgte für eine Kurserholung um 1,5 Prozent und den zweiten Platz im Dax. Dagegen fielen die RWE-Papiere am Dax-Ende um 2,4 Prozent. Der Energiekonzern warnte, nach 2013 sei das derzeitige Ergebnisniveau kaum zu halten. Die Titel von RWE-Konkurrent Eon verloren 1,4 Prozent.

Im M-Dax verteuerten sich die Gea-Titel um 3,4 Prozent. Der Maschinenbaukonzern hatte seine Jahresprognose bestätigt. Zudem war der Auftragseingang im ersten Quartal trotz eines Rückgangs laut Händlern eine positive Überraschung. Dagegen büßten die Aktien der SGL Group am Indexende knapp zehn Prozent ein. Die Papiere des Halbleiter-Zulieferers und Spezialchemiekonzerns Wacker Chemie verloren 7,9 Prozent. Hier belasteten Börsianern zufolge die Meldung des ehemaligen Solarbranchen-Vorzeigekonzerns Solarworld, dass die Hälfte des Grundkapitals weg sei. Die Solarworld-Aktien, die in keinem wichtigen Index mehr vertreten sind, stürzten um gut ein Viertel ab.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,06 Prozent am Vortag auf 1,03 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 135,72 Punkte. Der Bund Future legte um 0,08 Prozent auf 146,28 Punkte zu. Der Euro legte etwas zu und notierte zuletzt bei 1,3074 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3045 (Mittwoch: 1,3129) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7666 (0,7617) Euro.Tsp

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