So war der Tag : Dax knackt 7500 Punkte

Der Dax hat am Freitag seine Rallye fortgesetzt und eine weitere psychologisch wichtige Schwelle überschritten. Starke Geschäftsberichte sowie die weiter andauernde lockere Geldpolitik in den USA waren laut Händlern die Gründe. Der deutsche Leitindex legte den siebten Handelstag in Folge zu und schloss über der Marke von 7500 Punkten auf dem höchsten Stand seit Januar 2008. Damals war der Dax zeitweise auf 8100 Punkte gestiegen.

Mit plus 0,5 Prozent auf 7514 Punkte ging das Börsenbarometer in das Wochenende und verzeichnete damit ein Plus von drei Prozent auf Wochensicht. Der M-Dax gewann am Freitag 0,3 Prozent auf 10 740 Punkte. Starke Solarwerte trieben den Tec-Dax um 1,3 Prozent auf 935 Punkte. „Aus technischer Perspektive sieht es nach einem weiteren Anstieg im Dax aus“, kommentierte Marktanalyst André Saenger von IG Markets. Bei den allgemein dünnen Umsätzen stelle sich allerdings die Frage, ob diese Aufwärtsentwicklung nachhaltig sein werde.

Mit Enttäuschung wurden die Quartalszahlen des Stuttgarter Autobauers Daimler aufgenommen. Sie büßten am Dax-Ende 1,7 Prozent ein. Analyst Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler vermisste eine gewisse Dynamik bei Daimler, wie sie zuletzt etwa beim Konkurrenten VW zu erkennen gewesen sei. Dessen Aktien gewannen an der Dax-Spitze 1,5 Prozent.

Die Aktien des Düngemittelherstellers K+S hingegen stiegen nach überraschend starken Quartalszahlen des norwegischen Konkurrenten Yara um rund ein Prozent.

Im M-Dax gewannen die Anteilsscheine der Baumarktkette Praktiker nach einem sehr schwachen Start an der Index-Spitze 5,74 Prozent. Die Solarwerte im Tec-Dax wurden von Übernahmefantasien in der Branche beflügelt und stiegen zum Teil um mehr als acht Prozent. Der französische Energiekonzern Total will für knapp 1,4 Milliarden Dollar einen Mehrheitsanteil an dem US-Solarunternehmen Sun-Power übernehmen.

In den USA gaben die Papiere von Microsoft mehr als vier Prozent nach. Der Gewinn beim weltgrößten Software-Hersteller stieg im Quartal um fast ein Drittel und der Umsatz wuchs um 13 Prozent. Ein Rückgang im Kerngeschäft mit Windows-Software schürte aber Sorgen, Microsoft könnte längerfristig gegenüber alternativen Betriebssystemen für Computer und mobile Geräte ins Hintertreffen geraten.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite auf 3,05 (Vortag: 3,07) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg hingegen um 0,19 Prozent auf 121,95 Punkte. Der Bund Future kletterte um 0,18 Prozent auf 122,89 Punkte. Der Referenzkurs des Euro gab bis zum Abend etwas nach und notierte zum europäischen Börsenschluss bei 1,4811 US- Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,4860 (Donnerstag: 1,4794) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,6730 (0,6760) Euro. Tsp

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