So war der Tag : Dax kommt nicht von der Stelle

Die Aktienanleger sind unentschlossen in die neue Woche gestartet: Zum einen hofften sie auf weiterhin ermutigende Konjunktursignale aus den USA, andererseits drückte die europäische Schuldenkrise immer noch die Stimmung. Nachdem der Dax am Morgen ins Minus gerutscht war, schloss er 0,3 Prozent freundlicher mit 6901 Punkten. Der M-Dax mittelgroßer Werte kletterte zum Schluss um 0,2 Prozent auf 10 531Punkte. Der technologielastige Tec-Dax sank dagegen um 0,5 Prozent auf 765 Punkte.

Enttäuschende chinesische und japanische Konjunkturdaten hätten den Markt zunächst belastet, hieß es. China hatte für Februar erstmals seit einem Jahr ein massives Handelsbilanzdefizit und Japan ein gesunkenes Verbrauchervertrauen bekanntgegeben. Zudem hätten sich Marktakteure vor einer Sitzung der US-Notenbank am Dienstag, auf der über die weitere Geldmarktpolitik entschieden wird, mit Engagements zurückgehalten, begründete ein Händler die träge Marktperformance.

In Europa verlagerte sich nach dem griechischen Schuldenschnitt die Aufmerksamkeit zunehmend auf andere Krisenländer. „Der spanische und der italienische Markt haben schon in der vergangenen Woche stärker als andere verloren, so könnte es auch weitergehen“, sagte Aktienstratege Matt Bolduc von der Saxo Bank. Der spanische Leitindex schloss 1,2 Prozent niedriger, sein italienisches Pendant verlor 0,2 Prozent.

Im deutschen Leitindex standen vor allem die Volkswagen-Vorzugsaktien im Mittelpunkt des Interesses, die mit einem Minus von 2,1 Prozent zweitschlechtester Wert im Dax waren. Der Wolfsburger Autobauer hatte seine Geschäftszahlen für 2011 veröffentlicht, die vom Markt eher negativ aufgenommen worden waren. Dagegen standen die anderen Automobilwerte mit an der Dax-Spitze. So verteuerten sich Daimler-Papiere um 1,6 Prozent und BMW-Titel um 0,8 Prozent.

MAN kletterten um ein Prozent. Ebenfalls gefragt waren Deutsche Bank mit einem Plus von 1,2 Prozent, während Commerzbank 2,7 Prozent verloren und damit am Dax-Ende rangierten.

Im M-Dax notierten die Papiere von Elring-Klinger mit einem Verlust von 6,1 Prozent nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen für 2011. Der Automobilzulieferer hatte Börsianern zufolge bei der Profitabilität enttäuscht. Der Margenrückgang soll sich 2012 fortsetzen.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,46 (Freitag 1,48) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 131,38 Punkte. Der Bund-Future kletterte um 0,28 Prozent auf 138,87 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3119 (Freitag: 1,3191) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7623 (0,7581) Euro.Tsp

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