So war der Tag : Dax mit bestem Quartal seit 1998

Die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms hat dem Dax am Freitag Auftrieb gegeben und ihm das beste erste Quartal seit 1998 beschert. Er ging mit einem Plus von einem Prozent auf 6947 Punkte aus dem Handel und gewann damit seit Anfang 2012 insgesamt knapp 18 Prozent hinzu. „Ein fantastischer Jahresauftakt“, schwärmt Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser. Der M-Dax rückte am Freitag um 1,6 Prozent auf 10 703 Punkte vor, der Tec-Dax kletterte um ein Prozent auf 790 Punkte.

Zwar hat es der Leitindex nicht mehr geschafft, die Marke von 7000 Punkten wieder zu überwinden, doch Helmer ist optimistisch, dass der Dax in der neuen Woche einen neuen Anlauf unternehmen wird: „Die Liquidität ist da, deutsche Aktien sind gefragt und üblicherweise sind die ersten Tage des neuen Quartals sehr freundliche Tage.“

Favorit im Dax waren die Titel von Heidelberg-Cement. Gut laufende Geschäfte beim mexikanischen Konkurrenten Cemex sowie eine Hochstufung durch die HSBC trieben die Papiere des Baustoffkonzerns 4,3 Prozent in die Höhe. Cemex hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass der Zementabsatz in den USA in den ersten beiden Monaten wohl zweistellig gewachsen sei.

Die Commerzbank-Aktien rückten am Tag der offiziellen Entscheidung der EU-Kommission zur schwer angeschlagenen Tochter Eurohypo um 2,2 Prozent vor. Mit laut Commerzbank-Chef Blessing „akzeptablen Auflagen“ kann der Immobilienfinanzierer nun größtenteils abgewickelt werden.

Gefragt waren auch Autowerte. Die Papiere von VW, Daimler und BMW stiegen zwischen 1,7 und 2,4 Prozent. Die Anteilsscheine der Lufthansa verteuerten sich nach Abschluss der Emission einer Umtauschanleihe auf Aktien der US-Fluggesellschaft Jetblue um 1,6 Prozent. Das Unternehmen hatte 234 Millionen Euro eingesammelt. Bei K+S sorgten Übernahmespekulationen für steigende Kurse: „Es gibt das Gerücht, dass der Bergbaukonzern BHP Billiton an K+S interessiert sei“, sagten Händler übereinstimmend. Ein Börsianer ergänzte, dass diese Spekulationen seit Donnerstag durch den Markt geisterten. K+S verteuerten sich um 2,3 Prozent.

Deutlich abwärts ging es dagegen für die im Tec-Dax gelisteten Gigaset-Aktien. Die Papiere des europäischen Marktführers für Schnurlostelefone brachen nach Vorlage der Geschäftszahlen um bis zu 13 Prozent ein auf ein Zwei-Monats-Tief.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,50 (Vortag: 1,53) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 131,43 Punkte. Der Bund-Future verharrte bei 138,27 Punkten. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3356 (Donnerstag: 1,3272) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7487 (0,7535) Euro. Tsp

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