So war der Tag : Dax profitiert von US-Berichten

Dank der gut gestarteten Berichtssaison in den USA hat der Dax am Dienstag seine Rally fortgesetzt. Am Vorabend nach der Schlussglocke in New York hatte der Aluminiumkonzern Alcoa mit besser als erwartet ausgefallenen Zahlen den Reigen der Quartalsberichte eröffnet. Sorgen um die Entwicklung des chinesischen Immobilienmarktes drückten nur im frühen Handel auf die Stimmung. Auch eine Herabstufung der Bonität Portugals durch die Ratingagentur Moody’s drückte an den meisten europäischen Märkten nicht auf die Stimmung. Der deutsche Leitindex arbeitete sich nach einem verhaltenen Start ungeachtet stärker als erwartet gesunkener ZEW-Konjunkturerwartungen immer weiter nach oben und schloss 1,9 Prozent höher bei 6191 Punkten. Der M-Dax der Nebenwerte gewann zwei Prozent auf 8406 Punkte und der Technologiewerte-Index Tec-Dax rückte um 1,6 Prozent auf 788 Punkte vor.

BMW-Aktien sprangen dank höherer Absatz- und Gewinnprognosen für das laufende Jahr an und gewannen als bester Wert im Dax 8,3 Prozent. Anteilsscheine der Konkurrenten Daimler und Volkswagen konnten im Kielwasser der Nachrichten aus München ihre Gewinne ebenfalls ausbauen. Daimler-Aktien legten 5,4 Prozent zu, Volkswagen-Titel stiegen um 5,2 Prozent. Gefragt waren auch die im M-Dax notierten Aktien von Autozulieferern, wozu Händlern zufolge auch eine ganze Reihe positiver Analystenkommentare beitrug.

Papiere des Konsumgüterkonzerns Henkel büßten nach einer Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs am Dax-Ende 1,2 Prozent ein. Dagegen legten Titel des Konkurrenten Beiersdorf dank einer positiven Einschätzung der Analysten sowie guter Umsatzzahlen von L’Oréal um ein Prozent zu.

Gefragt waren auch die Aktien von Infineon, die um 2,8 Prozent stiegen. Die Analysten von Goldman Sachs hatten ihr Kursziel auf 7,00 Euro von zuvor 6,60 Euro angehoben. Wie Reuters aus Regierungskreisen erfuhr, ist eine Beteiligung der russischen Sistema an dem Chiphersteller weiter in der Diskussion.

Im M-Dax ging es für die Aktien des größten europäischen Zuckerproduzenten Südzucker nach den Zahlen der Tochter Cropenergies um 0,4 Prozent nach oben. Der Bioethanolhersteller hatte im ersten Quartal 2010/11 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Bei den Technologiewerten reagierten die Aktien von Phoenix Solar nur kurzzeitig negativ auf eine Kapitalerhöhung. Sie gewannen im Tec-Dax 7,1 Prozent und setzten sich an die Index-Spitze.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,25 (Montag: 2,22) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,19 Prozent auf 126,61 Punkte. Der Bund Future verlor 0,44 Prozent auf 128,77 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte ihn auf 1,2569 (1,2572) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7956 (0,7954) Euro. Tsp

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