So war der Tag : Dax rettet sich ins Plus

Weder Apple noch ein überraschend gut

ausgefallener Ifo-Index konnten die Anleger von der Unsicherheit über die Zukunft Griechenlands ablenken. Der Dax schloss am Mittwoch kaum verändert. Wie schon am Vortag kam der Leitindex zum Ende hin deutlich von seinen zwischenzeitlichen Verlusten zurück und rettete sich mit der Schlussglocke knapp mit 0,04 Prozent ins Plus auf 6421 Punkte. „Den nunmehr sechsten Tag in Folge pendelt der deutsche Leitindex um die Marke von 6400 Zählern“, sagte Analyst Gregor Kuhn von IG Markets. Der M-Dax der Nebenwerte legte 0,6 Prozent auf 9825 Punkte zu und der Tec-Dax gewann 0,5 Prozent auf 739 Punkte.

Nach den soliden Ifo-Zahlen vom Vormittag denke mancher Anleger nun auch ein bisschen an Gewinnmitnahmen, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. Denn Unsicherheitsfaktoren wie die ungelöste Griechenland-Frage, die geopolitischen Probleme mit dem Iran und die Zweifel über die Weltkonjunktur bleiben. Halver betonte: „Aber die deutsche Wirtschaft hält sich einfach famos.“ Auch Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital begründete die Dax-Schwäche mit Gewinnmitnahmen. Wermutstropfen seien neben Griechenland zudem einige weniger überzeugende Bilanzen europäischer Großkonzerne, sagte ein Händler. So enttäuschte nach Siemens am Mittwoch auch Ericsson mit seinem Zwischenbericht.

Im Dax standen Beiersdorf und SAP mit Zahlen im Fokus. Die Papiere des Kosmetikkonzerns Beiersdorf setzten sich mit plus 3,4 Prozent an die Dax-Spitze. Die SAP-Aktie legte nur knappe 0,25 Prozent zu, obwohl die meisten Experten die Zahlen und den Ausblick lobten. Das Papier hatte allerdings bereits nach der Vorlage der Eckdaten für das vergangene Jahr deutlich an Wert gewonnen. Siemens-Titel erschienen bei 73,52 Euro nur optisch sehr schwach, was aber zum größten Teil an der Dividendenauszahlung von drei Euro je Aktie lag. Bereinigt um diesen Abschlag ergibt sich ein nur kleines Minus. Eon-Aktien sackten indes um 0,4 Prozent ab. Dabei will der Energiekonzern den Abbau von weltweit rund 11 000 Stellen ohne betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland bewältigen.

Im Tec-Dax standen die Papiere von Dialog Semiconductor mit plus 4,3 Prozent ganz oben. Händler verwiesen auf die Rekordzahlen von Apple aus den USA und dabei insbesondere auf die unerwartet guten iPhone-Verkäufe. Dialog gelte als Zulieferer und profitiere entsprechend.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,62 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,04 Prozent auf 130,47 Punkte. Der Bund-Future legte 0,44 Prozent auf 137,90 Punkte zu. Der Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2942 (Dienstag: 1,3003) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7727 (0,7691) Euro. Tsp

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