So war der Tag : Dax rutscht ins Minus

Der Dax ist am Mittwoch nach schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt in die Verlustzone gerutscht. Er büßte zu Handelsschluss 0,8 Prozent auf 6711 Punkte ein. Nach einer feiertagsbedingten Pause am Dienstag war der Leitindex am Mittwochmorgen zunächst auf 6876 Punkte hochgeschossen. Im Handelsverlauf hatte er wegen enttäuschender Wirtschaftsdaten aus der Eurozone sein Plus dann aber verringert, bis er schließlich ins Minus rutschte. Der Tec-Dax büßte 0,2 Prozent auf 795 Punkte ein, der M-Dax hingegen verharrte prozentual unverändert bei 10 828 Punkten.

In den USA war die Beschäftigung im Privatsektor im April nicht so deutlich wie erwartet gestiegen. „Offenbar neigen die US-Konzerne wieder stärker zur Vorsicht und stellen nur sehr zögerlich neue Leute ein“, kommentierte dies Aktienhändler Markus Huber von ETX Capital. Zuvor hatte sich schon die Stimmung in der Industrie der Eurozone deutlich verschlechtert. Besonders enttäuscht wurden Einkaufsmanager-Indizes aus Italien und Spanien aufgenommen.

Derweil hat sich das krisengeschwächte Euro-Land Portugal am Mittwoch frisches Geld zu höheren Zinsen besorgt. Bei einer Auktion zweier Geldmarktpapiere mit Laufzeiten von sechs und zwölf Monaten legten die zu zahlenden Renditen zu, wie aus Zahlen der nationalen Schuldenverwaltung hervorgeht. Die Entwicklung entspricht nicht dem Trend an den Kapitalmärkten, wo die Risikoaufschläge für portugiesische Staatsanleihen in den vergangenen Wochen stark rückläufig gewesen sind. Experten begründen diesen Trend mit dem höheren Zutrauen der Investoren in die starken Spar- und Reformanstrengungen des Landes. Obwohl Portugal bei der Auktion mehr Zinsen als zuletzt bieten musste, gelang dem Land die geplante Mittelaufnahme. Insgesamt kamen 1,5 Milliarden Euro in die Staatskasse.

Unter den Einzelwerten gehörten die Aktien von Heidelberg-Cement mit einem Kursplus von 2,5 Prozent zu den gefragtesten Werten im Dax. Händler verwiesen auf Optimismus vor den am Donnerstag erwarteten Quartalszahlen des Baustoffkonzerns. Schwach zeigten sich dagegen die Aktien aus dem Finanzsektor: Sowohl die Titel der Commerzbank gaals auch die der Deutschen Bank gaben 2,5 Prozent nach. Die Papiere des Autobauers Daimler, die seit Jahresanfang knapp 26 Prozent an Wert zugelegt haben, verbilligten sich nach Gewinnmitnahmen um ein Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,36 Prozent am Montag auf zuletzt 1,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 132,82 Punkte, und der Bund-Future legte 0,42 Prozent auf 141,67 Punkte zu. Der Kurs des Euro geriet unter Druck. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3131 (Montag: 1,3214) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7616 (0,7568) Euro. Tsp

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