So war der Tag : Dax schließt auf Jahreshoch

Der deutsche Leitindex Dax ist am Freitag auf ein neues Jahreshoch gestiegen. Schwächer als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten jedoch dämpften das Plus etwas. Schlussendlich setzte der Leitindex seine am Mittwoch gestartete Rekordjagd jedoch fort und stieg um 0,6 Prozent auf 6492 Punkte. Seit Wochenbeginn verbesserte sich der Dax um 3,2 Prozent. Der M-Dax der Nebenwerte gewann an diesem Freitag 0,1 Prozent auf 9170 Punkte und hielt damit ebenfalls sein Zwei-Jahres-Hoch. Der Tec-Dax fiel dagegen um minimale 0,1 Prozent auf 807 Punkte.

„Die Konsolidierung, mit der viele gerechnet haben, ist bislang ausgeblieben“, sagte Florian Weber, Handelsvorstand bei der Schnigge Wertpapierbank. US-Notenbankchef Ben Bernanke erklärte zudem erneut, er könnte die Geldpolitik weiter lockern. Ferner wurde bekannt, dass sich in den USA das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima im Oktober überraschend eingetrübt hat. Dies habe die Gewinne im Dax begrenzt, sagten Börsianer.

Die Aktien von Infineon Technologies profitierten an der Dax-Spitze mit einem Plus von 3,4 Prozent von den Quartalsberichten der US-Technologiekonzerne Google und AMD. Beide US-Unternehmen hatten am Vorabend mit ihren guten Zahlen überrascht und damit für einen positiven Trend unter den deutschen Branchenwerten gesorgt, hieß es am Markt.

Im Tec-Dax gehörten Papiere von Dialog Semiconductor mit einem Aufschlag von 3,3 Prozent zu den Favoriten. Für Siemens-Aktien ging es nach den uneinheitlich ausgefallenen Zahlen des US-Konkurrenten General Electric (GE) letztendlich doch um 0,7 Prozent aufwärts. GE verfehlte beim Umsatz die Markterwartungen. Der Gewinn je Aktie aber fiel etwas höher als gedacht aus.

Die Versorgertitel setzten ihre am Vortag begonnene Erholung fort. RWE-Aktien stiegen um 1,2 Prozent, Eon-Papiere legten um 0,9 Prozent zu. Börsianer sprachen von Nachholpotenzial der zuletzt schlecht gelaufenen Aktien. Das gilt auch für die Aktien des Börsenbetreibers Deutsche Börse, die am Freitag zwei Prozent zulegten.

Aktien der Deutschen Bank verloren dagegen 1,2 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen und einer schlechten Branchenstimmung, nachdem in den USA die Geschäftspraxis der Banken bei Zwangsversteigerungen untersucht werden soll.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,07 (Vortag: 2,04) Prozent.Der Rentenindex Rex verharrte auf 128,53 Punkten. Der Bund Future sank um 0,70 Prozent auf 130,52 Punkte. Der Kurs des Euro fiel und notierte zuletzt bei 1,4029 Dollar. Experte Thomas Amend vom Bankhaus HSBC begründete dies mit Gewinnmitnahmen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,4089 (Donnerstag: 1,4101) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7098 (0,7092) Euro. Tsp

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