So war der Tag : Dax startet gut in die Woche

Die geplante Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken in Deutschland hat dem Dax zu Wochenbeginn zu einem leichten Plus verholfen. Gestützt auf kräftige Kursgewinne der beiden Energie- Schwergewichte Eon (plus 1,8 Prozent) und RWE (plus 1,8 Prozent) lag der deutsche Leitindex am Montag zum Handelsschluss 0,3 Prozent höher bei 6155 Punkten. „Der ausgehandelte Atom-Kompromiss ist der einzige Impulsgeber,“ sagte ein Händler. Da die Börse in New York wegen eines Feiertages geschlossen ist, fehlt den europäischen Märkten eine wichtige Orientierungsmarke. Der europäische Stoxx50 notierte 0,4 Prozent höher bei 2753 Zählern.

Die wirtschaftliche Lage in den USA blieb dennoch eines der wichtigsten Gesprächsthemen in den Handelsräumen. „Die Anleger sind weiterhin skeptisch, was den Zustand der US-Wirtschaft betrifft und warten lieber die nächsten Konjunkturdaten ab“, sagte ein Börsianer. Der Kalender für die neue Woche liest sich allerdings recht übersichtlich. Interessant wird es wohl erst am Mittwoch, wenn die US-Notenbank ihr „Beige Book“ über die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen Wochen vorlegt.

Gefragt waren neben den Strom-Aktien auch Stahlwerte. Als Auslöser nannten Händler einen Bericht des „Handelsblatts“, wonach Stahlkocher die Preise Anfang Oktober um rund fünf Prozent anheben wollen. Gemischt fiel das Bild bei den Autowerten aus: Während Volkswagen-Papiere nach einer Kaufempfehlung der Citigroup 0,4 Prozent gewannen, gaben Daimler-Aktien ein Prozent nach. Die Produktstärke von Volkswagen sei so eindrucksvoll wie nie zuvor, schrieben die Citigroup- Analysten in einer Kurzstudie. Sie stuften die Titel hoch und erhöhten das Kursziel von 80 auf 92 Euro. Aktuell notiert die Aktie bei 83 Euro. Die Aussagen von Daimler-Finanzchef Bodo Uebber, wonach der Stuttgarter Autohersteller für das laufende Geschäftsjahr wieder eine Dividende ausschütten wolle, stützte den Kurs etwas.

An die M-Dax-Spitze setzten sich die Aktien des Bezahlfernsehsenders Sky mit einem Plus von 2,3 Prozent. Unternehmenschef Brian Sullivan will den defizitären Sender ohne weitere Kapitalspritze in die schwarzen Zahlen bringen. Auf der Verliererliste im Nebenwerte-Index standen Bauer-Aktien, die mit einem Minus von 1,6 Prozent auf den bevorstehenden Abstieg in den S-Dax reagierten. Sie werden ersetzt durch Axel Springer, die dagegen 1,6 Prozent höher notierten.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,00 (Freitag: 1,98) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,01 Prozent auf 128,81 Punkte. Der Bund Future aber rückte um 0,20 Prozent vor auf 132,27 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2874 (1,2834) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7768 (0,7792) Euro. Tsp

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