So war der Tag : Dax steigt weiter

Positiv aufgenommene Konjunkturdaten aus den USA haben den Dax am Dienstag auf den höchsten Stand seit zwei Monaten gehoben. Der deutsche Leitindex kletterte bis kurz vor Handelsschluss um 1,5 Prozent auf 6166 Zähler. Zwischenzeitlich lag er bei 6175 Zählern – dem höchsten Wert seit dem 3. November. Der M-Dax gewann 1,3 Prozent auf 9229 Punkte. Der Tec-Dax kletterte um 1,6 Prozent auf 711 Punkte. Der Euro stieg auf ein Tageshoch von 1,3067 Dollar.

Die Bauausgaben in den USA erhöhten sich im November überraschend kräftig. Auch der Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager legte unerwartet kräftig zu. Die drei wichtigsten Indizes an der Wall Street gewannen zum Handelsauftakt jeweils rund zwei Prozent.

Die Grundstimmung bleibt Börsianern zufolge vorsichtig optimistisch, auch wenn der Handel in der ersten Woche des neuen Jahres wohl dünn bleibe. Ein zentrales Thema bleibt nach Ansicht der Analysten von IG Markets die finanzielle Situation der Euro-Staaten. Frankreich sammelte am Dienstag zu leicht gestiegenen Zinsen 8,715 Milliarden Euro am Geldmarkt ein. Geplant waren 7,6 bis 8,9 Milliarden Euro. Die Refinanzierungskosten bewegen sich weiter auf sehr niedrigem Niveau. Das Ergebnis der entsprechenden Auktion kurz laufender Geldmarktpapiere blieb allerdings knapp hinter den Erwartungen zurück, wie aus den Zahlen der französischen Finanzagentur hervorgeht. Auf die besser als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten aus Deutschland reagierte der Markt kaum.

BMW-Aktien gewannen als zweitbester Dax- Wert hinter K+S (plus 4,4 Prozent) vier Prozent. Der Autohersteller sieht sich gut auf mögliche Einbrüche wegen der Euro-Krise vorbereitet. Daimler-Papiere verteuerten sich um vier Prozent. Händler verwiesen auf zuletzt gute Konjunkturdaten aus China. Am Dax-Ende standen die am Vortag besonders stark gestiegenen Papiere der Deutschen Börse (minus ein Prozent). Deutz-Aktien kletterten dank neuer Übernahmefantasie um 10,7 Prozent im M-Dax nach oben. Die Weichai Group aus China soll an der Übernahme des Dieselmotorenbauers interessiert sein. „Es gibt einen Presseartikel aus einer chinesischen Zeitung, dass der Weichai-Chef an einer Beteiligung von 20 Prozent an Deutz interessiert sei“, sagte ein Deutz-Sprecher. „Dass es ein Übernahmeangebot gibt, kann ich nicht bestätigen.“ Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe sagte, dass er die Gerüchte noch für sehr spekulativ halte. Deutz kooperiere mit den Chinesen, habe aber andererseits zwei starke Ankeraktionäre.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 1,57 (Montag: 1,52) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 131,38 Punkte. Der Bund Future sank um 0,25 Prozent auf 131,05 Punkte. Der Euro-Kurs zog an. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3014 (1,2935) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,7684 (0,7730) Euro. Tsp

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