So war der Tag : Dax testet 7000 Punkte

Belastet von den Sorgen um die wirtschaftlichen Aussichten in den USA hat sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch wieder auf Talfahrt begeben. Auch die Unsicherheit bezüglich der griechischen Schuldenkrise lastete nach wie vor auf der Stimmung, hieß es am Markt. Der Dax fiel um 0,6 Prozent auf 7060 Punkte. Im Tagesverlauf war er zuvor erstmals seit Mitte April wieder kurzzeitig unter die Marke von 7000 Punkten gefallen. Der M-Dax der Nebenwerte gab um 1,1 Prozent auf 10 538 Punkte nach, und der Tec-Dax verlor 1,3 Prozent auf 882 Punkte.

Kapitalmarktexperte Fidel Helmer vom Bankhaus Hauck & Aufhäuser verwies auf Aussagen von Ben Bernanke vom Vorabend, die den Aktienmarkt belasteten. Der US-Notenbankchef hält angesichts des trüben Arbeitsmarkts und eines schlaffen Aufschwungs eine lockere Geldpolitik nach wie vor für nötig. Hinweise auf zusätzliche Stützungsmaßnahmen durch die Notenbank gab er allerdings nicht. Einen Dämpfer gab es am Mittag zudem aus Deutschland: Die Industrieproduktion war im April etwas stärker als erwartet gesunken. Analysten betonten aber, man solle dies nicht überbewerten.

Den ersten Platz unter den wenigen Dax-Gewinnern konnten sich BMW-Titel sichern, die um 1,1 Prozent zulegten. Die Bayern konnten im Mai ihren Auto-Absatz um 22,1 Prozent steigern. Auch die Aktien von VW und Daimler retteten sich mit Aufschlägen von jeweils 0,5 Prozent noch in die Pluszone.

Auch Versorgeraktien. erholten sich weiter, ausgelöst von einer optimistischen Studie von Morgan Stanley. Die Experten hoben das Votum für Eon um zwei Stufen an, was den Papieren mit einem Plus von einem Prozent an die Dax-Spitze verhalf. Auch RWE-Titel wurden hochgestuft, worauf die Papiere 0,2 Prozent zulegten.

Die Aktien der Deutschen Börse lagen nach einer am Vorabend in Aussicht gestellten Sonderdividende zwar mit 0,8 Prozent im Minus, notierten damit aber immer noch im Mittelfeld des Dax. Kräftig abwärts ging es dagegen im M-Dax für die Titel von Kabel Deutschland, die um fünf Prozent absackten.

Die Diskussionen über die Beteiligung privater Gläubiger zur Gesundung der griechischen Staatsfinanzen belastete die europäischen Bankenwerte. Commerzbank und Deutsche Bank verloren 2,1 und 1,4 Prozent. Solange keine Lösung auf dem Tisch sei, sei bei den Finanztiteln jederzeit mit Rücksetzern zu rechnen, sagte ein Händler.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,82 Prozent (Dienstag: 2,80) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,20 Prozent auf 123,20 Punkte. Der Bund Future lag mit 0,02 Prozent minimal im Plus bei 124,89 Punkten. Der Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,4608 (1,4652) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6846 (0,6825) Euro. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben