So war der Tag : Dax testet Zwei-Jahres-Hoch

Robuste Daten vom US-Arbeitsmarkt haben dem Dax am Mittwoch ins Plus verholfen. Der Leitindex gewann bis zum Handelsschluss 0,4 Prozent auf 6331 Punkte. Zeitweise kletterte der Dax bis auf 6356 Punkte – und damit über sein bisheriges Zwei-Jahres-Hoch. Nach den Kursgewinnen zum Wochenauftakt hielten sich die Anleger aber zurück. Für den M-Dax ging es um 0,4 Prozent auf 8599 Punkte hoch, der Tec-Dax stieg um 0,2 Prozent auf 781 Punkte.

Dem privaten Datenanbieter ADP zufolge erhöhte sich die Zahl der Stellen in der US-Privatwirtschaft im Juli um 42 000. Analysten hatten mit lediglich 40 000 Jobs gerechnet. „Die Zahlen zeigen, dass der US-Arbeitsmarkt auf dem richtigen Weg ist“, erklärte ein Börsianer. Am Freitag veröffentlicht die US-Regierung die offiziellen Zahlen zur Entwicklung des Arbeitsmarktes. Erwartet wird ein Rückgang der Beschäftigtenzahl um 65 000. Im Juni hatte es erstmals in diesem Jahr wieder ein Minus gegeben, weil die Regierung Zehntausende für eine Volksbefragung vorübergehend angeheuerte Mitarbeiter wieder entließ.

Der Konsumgüterhersteller Henkel konnte im zweiten Quartal dank der starken Klebersparte und einer strikten Kostenkur den Gewinn deutlich steigern und die Erwartungen übertreffen. Dies sorgte für Kursgewinne von 2,3 Prozent. Adidas-Aktien legten nach einem zwischenzeitlichen Einbruch 1,4 Prozent zu. Europas größter Sportartikelhersteller hatte nach einem starken zweiten Quartal seine Gewinnprognose erneut nach oben geschraubt. Der neue Ausblick auf das laufende Jahr liege auf einem Niveau, das der Markt schon erwartet habe, urteilten Analysten. Die Nachricht vom Weggang des Finanzvorstands ließ Infineon-Aktien um 0,5 Prozent sinken.

Im M-Dax fielen die Anteilsscheine von SGL Group um 4,1 Prozent. Zahlen und Ausblick waren indes gut ausgefallen. Ein Händler sprach von einer hohen Bewertung und sehr optimistischen Erwartungen am Markt. Ein ähnliches Bild bot sich bei den Aktien des Motoren- und Energieanlagen-Herstellers Tognum: Trotz eines soliden Quartals und einer leicht erhöhten Jahresprognose gaben sie um ein Prozent nach.

Die Postbank verdiente dank eines guten Geschäfts mit Privatkunden und niedrigerer Belastungen aus Spekulationen im zweiten Quartal deutlich mehr als vor einem Jahr, was die Anleger aber nur mäßig beeindruckte und die Postbank-Aktien lediglich um 0,2 Prozent steigen ließ.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,25 (Vortag: 2,33) Prozent. Der Rentenindex Rex kletterte um 0,46 Prozent auf 126,77 Punkte. Der Bund Future stieg um 0,17 Prozent auf 129,28 Punkte. Der Euro sank. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3206 (1,3221) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7572 (0,7564) Euro. Tsp

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