So war der Tag : Dax tritt auf der Stelle

Am Freitag haben die deutschen Standardwerte erneut keine einheitliche Richtung gefunden. Der Dax schloss nahezu unverändert bei 8661 Punkten, während der M-Dax 0,2 Prozent auf 15 077 Punkte gewann. Der Dax steht damit nahe seinem Niveau vom vergangenen Freitag. Kaufinteresse von US-Anlegern verhindert einem Händler zufolge bisher eine stärkere Korrektur. Der Leitindex dürfte damit Anfang kommender Woche das fünfte starke Quartal in Folge feiern. Der Tec-Dax legte 0,8 Prozent auf 1087 Punkte zu. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,2 Prozent.

In Europa richten sich die Blicke weiter vor allem auf die politische Instabilität in Italien und ihre Auswirkungen auf die Kapitalmärkte. So reagierte der Markt negativ auf zwei italienische Anleihe-Auktionen im Volumen von sechs Milliarden Euro. In dem Krisenland war die Nachfrage nach Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit geringer als zuletzt, die Refinanzierungskosten stiegen.

Gefragt waren im Dax – neben den Post-Aktien (plus 2,3 Prozent) – unter anderem Conti-Titel mit einem Aufschlag von zwei Prozent, nachdem die Anteile an dem Autozulieferer ihre jüngste enge Handelsspanne nach oben verlassen konnten. Adidas-Aktien zogen im Kielwasser überraschend guter Zahlen vom US-Erzrivalen Nike um ein Prozent an. Nach einer Abstufung durch HSBC rutschten die Papiere von Heidelberg-Cement als zweitschwächster Dax-Wert um 1,9 Prozent ab. Mit der stärksten Kursentwicklung im Sektor seien die Papiere nun ihrem fairen Wert sehr nahe gerückt. Der Baustoffhersteller leide zudem unter der Abschwächung in Indonesien und der schwachen Währungsentwicklung in den Schwellenländern. Größter Verlierer waren aber die Titel von K+S mit minus 3,6 Prozent. Die Aktien schwanken weiter zwischen Hoffen und Bangen mit dem Blick auf den Kali-Markt.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,44 Prozent (Donnerstag: 1,46 Prozent). Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 133,44 Punkte. Der Bund-Future mit Laufzeit Dezember gewann 0,36 Prozent auf 140,32 Punkte. Der Euro stieg etwas. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3537 (1,3499) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7387 (0,7408) Euro. Tsp

Mehr Börsenkurse und Finanzthemen unter:

www.tagesspiegel.de/wirtschaft/finanzen/

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben