So war der Tag : Dax trotzt Kurssturz bei K+S

Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag trotz überwiegend negativ aufgenommener Quartalsberichte zahlreicher Unternehmen weiter zugelegt. Der Dax schloss bei geringen Umsätzen mit einem Zuwachs von 0,2 Prozent bei 8271 Punkten. Der M-Dax rückte um 0,7 Prozent auf 14 363 Punkte vor und der Tec-Dax kletterte um 0,8 Prozent auf 996 Punkte.

Zentrales Thema war der Kurseinbruch der K+S-Aktien mit einem der größten je gesehenen Tagesverluste im Dax. Pessimistische Aussagen des russischen Bergbauunternehmens Uralkali zu den Kalipreisen hatten der gesamten Branche einen Schock verpasst. Das vom Marktforscher GfK ermittelte und erneut gestiegene Konsumklima habe die Kurse insbesondere im frühen Geschäft gestützt, sagten Börsianer.

Die Aktien der Deutschen Bank büßten 3,9 Prozent ein. Der Finanzkonzern hatte auch wegen hoher Rückstellungen für Rechtsrisiken einen Ergebnisrückgang im zweiten Quartal gemeldet. Infineon-Titel verloren ebenfalls nach Zahlen 4,1 Prozent. Der Dialyseanbieter FMC litt im zweiten Jahresviertel unter staatlichen Sparmaßnahmen in den USA und musste einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Aktien gaben um zwei Prozent nach, die der Muttergesellschaft Fresenius gar um 3,8 Prozent. Linde sorgten mit den Zahlen für das abgelaufene Quartal hingegen für gute Stimmung bei den Aktionären. Die Papiere des Industriegase-Spezialisten zogen als einer der Favoriten im Dax um 1,3 Prozent an. Ansonsten stützten die Kursgewinne bei den schwergewichteten Dax-Konzernen Siemens und BASF von 1,5 beziehungsweise 1,4 Prozent den Dax.

Der europäische Leitindex Euro-Stoxx 50 stieg zum Handelsende um 0,6 Prozent auf 2759 Punkte. In den USA stand der Dow Jones zum europäischen Börsenschluss ebenfalls leicht im Plus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,39 Prozent am Vortag auf 1,37 Prozent. Der Rentenindex Rex büßte 0,02 Prozentpunkte auf 133,83 Punkte ein. Der Bund Future verlor 0,03 Prozent auf 142,42 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3284 (Montag: 1,3270) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7528 (0,7536) Euro. dpa

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