So war der Tag : Dax trotzt US-Vorgaben

Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag einem enttäuschenden Arbeitsmarktbericht aus den USA getrotzt. Die wichtigsten Indizes fielen zwar nach den Daten von ihren Hochs zurück, hielten sich aber im Plus. Der Dax stand am Nachmittag 0,55 Prozent höher bei 9473 Punkten, der M-Dax arbeitete sich um 0,62 Prozent vor auf 16 644 Punkte. Bei 16 715 Punkten hatte der Index mittelgroßer Werte im Verlauf einen neuen Rekord erreicht. Der Tec-Dax zog auf einem Zwölfjahreshoch um 1,28Prozent auf 1215 Punkte an. Der Eurozonen-Index Euro-Stoxx 50 legte um 0,45 Prozent zu.

Die mit dem Blick auf den Beschäftigungszuwachs „hässlichen“ Arbeitsmarktdaten brächten die designierte US-Notenbankchefin Janet Yellen in eine schwierige Position, sagte Marktstratege Ishaq Siddiqi vom Broker ETX Capital. Denn die überraschend gesunkene Arbeitslosenquote könnte die Notenbanker über ein weiteres Zurückfahren ihrer sehr lockeren Geldpolitik nachdenken lassen.

Lufthansa-Papiere gewannen 8,9 Prozent auf 17,35 Euro. Deutschlands größte Fluggesellschaft sieht sich nach den Sparbemühungen des vergangenen Jahres auf Kurs zu ihren Gewinnzielen, wie die Finanzchefin der Airline mitteilte (siehe Seite 8). Ein Börsianer verwies auf positive Sektorvorgaben aus den USA. Die Anteile am Softwarehersteller SAP wurden nach anfänglichen Gewinnen in Reaktion auf überraschend vorgelegte Eckdaten für das vierte Quartal ans Dax-Ende durchgereicht.

Thyssen-Krupp-Aktien trotzten den enttäuschenden Alcoa-Zahlen und schlossen unverändert. Der US-Alukonzern hatte am Vorabend nach Börsenschluss für einen schwachen Start in die US-Berichtssaison gesorgt. Papiere der Metro AG setzten sich mit einem Plus von 2,8 Prozent an die zweite Postition im M-Dax. Börsianer verwiesen auf Spekulationen um eine mögliche Aufspaltung des Handelskonzerns.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,60 Prozent. Der Rentenindex stieg um 0,12 Prozent auf 132,36 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,31 Prozent auf 140,06 Punkte. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3587 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7360 Euro. Nach den US-Daten erholte sich der Euro auf zuletzt 1,3628 Dollar.

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