So war der Tag : Dax und Gold gewinnen

Nach einem richtungslosen Handel hat der Dax am Freitag zuletzt moderat zugelegt. Am Abend stand der deutsche Leitindex 0,2 Prozent höher bei 8416 Punkten. Der M-Dax stieg um 0,6 Prozent auf 14 839 Punkte, während der Tec-Dax um 0,2 Prozent auf 1041 Punkte zulegte. Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 schaffte ein Plus von 0,5 Prozent. Auf Unternehmens- und Konjunkturseite blieb es vor dem Wochenende ruhig.

In den USA sind die Verkäufe neuer Häuser im Juli überraschend eingebrochen. Im Vergleich zum Vormonat sei die Zahl um 13,4 Prozent auf 394 000 Häuser gefallen, teilte das US-Handelsministerium am Freitag in Washington mit. Dies ist der stärkste Rückgang seit Mai 2010. Volkswirte hatten nur mit einem leichten Minus von 2,0 Prozent auf 487 000 Häusern gerechnet. Der Goldpreis schoss daraufhin in Richtung 1400 Dollar je Feinunze.

Die US-Aktienmärkte gingen am Freitag wenig verändert in den Handel. Wegen der anhaltenden Unsicherheit über den Zeitpunkt für ein Abebben des billigen Notenbank-Geldes wagten sich die Anleger zum Wochenschluss nicht allzu weit aus der Deckung, sagten Händler. Der Blackout an der Nasdaq am Vortag machte sich nicht bemerkbar.

Am Vortag hatte der Dax nach guten Konjunkturdaten aus China und der Eurozone deutlich im Plus geschlossen und so die vorherigen Wochenverluste wettgemacht. Die Commerzbank-Aktien setzten am Freitag mit plus 2,6 Prozent ihren Höhenflug fort und eroberten die Dax-Spitze. Laut Händlern trieb ein Pressebericht vom Vortag die Titel weiter an. Demzufolge drückt die Bundesregierung beim Verkauf der staatlichen Commerzbank-Beteiligung aufs Tempo. Der Bund will angeblich seinen 17-prozentigen Anteil bevorzugt an einen strategischen Investor verkaufen. „Nach den Bundestagswahlen wird etwas passieren“, sagte ein Händler.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,61 Prozent am Vortag auf 1,62 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 132,16 Punkte. Der Bund Future sank um 0,35 Prozent auf 139,29 Punkte. Der Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3355 (Donnerstag: 1,3323) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7488 (0,7506) Euro. Tsp

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