So war der Tag : Dax verliert

Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt haben Anleger zum Wochenende aus Aktien aussteigen lassen. Der Dax rutschte zeitweise kräftig ins Minus und notierte zum Handelsschluss bei 6947 Zählern (minus 0,1 Prozent). Der M-Dax der wichtigsten Nebenwerte gewann leicht um 0,3 Prozent auf 9783 Punkte. Der Tec-Dax stieg um 0,4 Prozent auf 803 Zähler. Als größter Profiteur der US-Daten erwies sich der Euro; die Gemeinschaftswährung kletterte wieder über 1,33 Dollar.

Kasse machten Investoren bei Heidelberg-Cement. Mit einem Minus von 2,9 Prozent waren die Titel Schlusslicht im Dax und gaben einen Großteil ihrer Vortagesgewinne wieder ab. Auch bei Adidas wurden Gewinne mitgenommen, die Titel fielen um 1,7 Prozent. Belastet wurde der Dax auch von Kursverlusten der schwergewichteten Energiewerte Eon und RWE, die 1,1 beziehungsweise 0,3 Prozent verloren. Bei RWE droht nach Gewerkschaftsangaben ein Streik, zudem stufte die LBBW beide Titel herunter. Die neue Eon-Strategie bezeichnete Analyst Bernhard Jeggle als Herkulesaufgabe. Bei RWE senkte er den Daumen noch deutlicher. Er erwarte im kommenden Jahr einen weiteren Gewinnrückgang.

Trotz der unsicheren Stimmung blieben einige Werte gut gefragt. Anleger griffen vor allem wieder bei Unternehmenstiteln zu, die schon im Jahresverlauf überzeugt hatten. „Die Top-Performer werden gekauft, weil man sie zum Jahresende im Depot haben will“, sagte ein Börsianer. VW-Aktien stiegen um 3,8 Prozent. Die Werksferien fallen wegen der guten Auftragslage dieses Jahr kürzer aus.

Infineon-Titel gewannen 2,8 Prozent und waren zu einem Kurs von 7,38 Euro so teuer wie zuletzt Anfang Januar 2008. Aktien der Deutschen Börse wurden von einem Medienbericht über eine geplante Allianz mit den beiden größten Börsenplätzen in Moskau angetrieben und stiegen um 1,4 Prozent.

SAP-Papiere stiegen im Zuge von Spekulationen auf eine engere Zusammenarbeit mit dem weltgrößten IT-Konzern HP um ein Prozent. SAP-Co-Chef Jim Hagemann Snabe sagte in einem Interview, Gerüchte, HP könnte SAP übernehmen, seien „reine Spekulation“. Am Markt wurde laut Händlern dennoch auf einen Einstieg gewettet. „Das könnte Übernahmespekulationen wiederbeleben“, kommentierte ein Börsianer.

Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 2,44 Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,08 Prozent auf 126,21 Punkte. Der Bund Future fiel um 0,07 Prozent auf 126,38 Punkte. Der Kurs des Euro setzte nach den US-Daten zu einer kräftigen Erholung an. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,3343 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,3246 (Donnerstag: 1,3155) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7549 (0,7602) Euro. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben