So war der Tag : Dax zeitweise unter 9000

Geldpolitische Sorgen in den USA haben am Donnerstag auch den deutschen Aktienmarkt belastet. Der Dax sackte bis zum Handelsschluss mit 0,7 Prozent ins Minus auf 9017 Punkte. Zeitweise sackte der Leitindex sogar etwas unter 9000 Punkte. Er fällt damit weiter von seinem zum Monatsanfang erreichten Rekordhoch bei 9424 Punkten zurück. Der M-Dax gab 0,8 Prozent auf 15 901 Punkte ab und der Technologie-Auswahlindex Tec-Dax fiel um 1,4 Prozent auf 1115 Punkte. Der Euro-Stoxx 50 verlor 0,6 Prozent auf 2928 Zähler.

„Die Angst vor dem ,Tapering' beherrscht die Märkte. Das dürfte sich bis zur Zinsentscheidung der US-Notenbank in der kommenden Woche nicht ändern“, sagte ein Händler. Damit ist die Reduzierung der Wertpapierkäufe gemeint, die von den Währungshütern in den USA zur Unterstützung der Konjunktur vorgenommen werden. Die jüngste Einigung von Republikanern und Demokraten im Haushaltsstreit Washingtons könnte den im kommenden Jahr befürchteten, erneuten Finanzstreit abwenden. Das erhöht aber aus Sicht vieler Börsianer den Druck auf die Federal Reserve, in ihrer ultraexpansiven Geldpolitik langsam zurück zu rudern. Frische Daten aus den USA am Nachmittag führten an den Märkten indes zu einer leichten Erholung.

Zu den schwächsten Werten im Dax zählten ohne neue Nachrichten die größten Verlierer im bisherigen Jahresverlauf: Lanxess-Aktien verbilligten sich um 1,3 Prozent, die Titel von K+S verloren 2,3 Prozent. Seit Jahresbeginn hatten Lanxess rund ein Drittel an Wert verloren, beim Salz- und Düngemittelhersteller K+S steht bisher ein Jahresverlust von knapp 43 Prozent. Zu den Gewinnern zählten dagegen am Donnerstag eher risikoarm eingestufte Aktien wie Fresenius mit plus 0,4 Prozent.

Im M-Dax profitierten die Aktien von Metro mit plus 2,4 Prozent von der Zahlenvorlage des Handelskonzerns.

Am deutschen Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,50 (Mittwoch: 1,50) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 133,15 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,04 Prozent auf 140,16 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,3775 (1,3767) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7260 (0,7263) Euro. Tsp

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