So war der Tag : Der Dax bleibt auf Rekordkurs

Am deutschen Aktienmarkt gaben die Optimisten am Donnerstag den Takt vor: Der Dax kletterte bis Börsenschluss um 1,3 Prozent auf 6611 Zähler und damit so hoch wie seit August 2008 nicht mehr. Der M-Dax der mittelgroßen Werte rückte um 0,9 Prozent auf 9287 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index Tec-Dax legte ein Prozent auf 807 Punkte zu.

„Die bislang recht gute Berichtssaison in den USA und die Aussicht auf eine weitere Konjunkturstütze der US-Notenbank lässt die Anleger auf einen anhaltenden Aufwärtstrend hoffen“, sagte ein Händler. Nicht umsonst seien gerade zyklische Werte wie etwa Autotitel weiterhin stark gefragt. Volkswagen gehörten mit einem Plus von 3,6 Prozent zu den größten Gewinnern im Dax, Daimler legten um 2,6 Prozent zu. Die Titel profitierten zudem von dem kräftigen Gewinn des italienischen Rivalen Fiat im dritten Quartal.

Hoffnungsfroh zeigten sich Börsianer auch hinsichtlich der in den kommenden Wochen heiß laufenden deutschen Berichtssaison. Am deutlichsten profitierten die Henkel-Aktien vom Optimismus der Anleger. Die Papiere setzten sich mit einem Aufschlag von 3,2 Prozent an die Dax-Spitze. Auch die am Mittwoch überraschend vorgelegten ersten Zahlen von BASF wirkten nach. Händlern zufolge erhöhten sie auch die Hoffnung auf gute Zahlen anderer Konzerne. Am Donnerstag bauten BASF-Titel ihren 2,6-prozentigen Kursgewinn weiter aus und verteuerten sich um 1,7 Prozent.

Auf einem Höhenflug befanden sich auch Lufthansa, die nach starken Quartalszahlen amerikanischer Fluggesellschaften um 1,7 Prozent nach oben gingen. Die Ergebnisse aus den USA ließen Zuversicht für die gesamte Branche aufkommen, sagte ein Händler. Unter Druck gerieten dagegen Finanztitel, nachdem die Credit Suisse mit ihren Zahlen am Morgen enttäuscht hatte. Deutsche Bank verloren 0,5 Prozent, Commerzbank gewannen 0,1 Prozent.

Credit Suisse als zweitgrößtes Schweizer Geldinstitut hatte für das dritte Quartal einen Gewinn von 609 Millionen Franken ausgewiesen und verfehlte damit die Markterwartung. Wegen nachlassender Übernahmespekulationen nahmen Anleger bei Demag Cranes erneut Gewinne mit und drückten die Aktien um 3,4 Prozent. „Bei Demag ist die Luft erst einmal raus, zumal Terex schwache Zahlen vorgelegt hat und damit die Chancen auf einen Bieterwettstreit mit Konecranes sinken“, sagte ein Börsianer. Auch Konecranes äußerte sich skeptisch darüber, ob ein Kauf zustande kommt.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,20 (Vortag: 2,15) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,13 Prozent auf 127,67 Punkte. Der Bund Future büßte 0,12 Prozent ein auf 129,79 Punkte. Der Euro machte indes deutlich Boden gut, die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4016 (1,3861) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7135 (0,7214) Euro. Tsp

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