So war der Tag : Der Dax dreht ins Plus

Eine glimpflich verlaufene italienische Anleiheauktion und überraschend starke Daten vom US-Immobilienmarkt haben den Dax am Mittwoch wieder in Richtung 7700 Punkte getrieben. Mit plus ein Prozent bei 7676 Punkten ging der deutsche Leitindex aus dem Handel, nachdem er tags zuvor wegen des Wahlpatts in Italien noch mehr als zwei Prozent eingebüßt hatte. Der M-Dax rückte zur Wochenmitte um ein Prozent auf 13 141 Punkte vor und der Tec-Dax stieg um 0,5 Prozent auf 908 Punkte.

Für die unklaren politischen Machtverhältnisse in Italien muss das Land zwar mit steigenden Zinskosten für seine Staatsanleihen draufzahlen, allerdings blieb der Zins für richtungsweisende zehnjährige Anleihen unter der psychologisch wichtigen Marke von fünf Prozent.

Im Dax legten die Aktien von RWE um ein Prozent zu, nachdem der Versorger seine Dividende für 2012 stabil bei 2,00 Euro je Aktie halten will. Am Markt war eine Dividendenkürzung befürchtet worden.

Im M-Dax sprangen die EADS-Titel mit plus 6,5 Prozent an die Spitze. Bei 37,71 Euro erreichten sie zeitweise ein Rekordhoch seit ihrem Börsengang im Juli 2000. Europas größter Luftfahrt- und Rüstungskonzern profitierte von glänzenden Geschäften der Tochter Airbus und gab einen Gewinnsprung für das abgelaufene Jahr bekannt. Schlusslicht waren die Anteilsscheine von Kabel Deutschland, die um 3,7 Prozent nachgaben. Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone stellt Kreisen zufolge seine Pläne für ein Gebot für den Kabelnetz-Betreiber vorerst zurück.

Europaweit legten die Börsen am Mittwoch wieder zu: Der Euro-Stoxx stieg um 1,6 Prozent auf 2612 Punkte und auch in Paris und London setzten die Börsen wieder zur Erholung an.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,18 Prozent am Vortag auf 1,16 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,20 Prozent auf 134,77 Punkte, und der Bund-Future gewann 0,08 Prozent auf 145,02 Punkte. Der Kurs des Euro stabilisierte sich mit dem Aktienmarkt und stieg zuletzt auf 1,3107 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,3097 (Dienstag: 1,3077) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7635 (0,7647) Euro. Tsp

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