So war der Tag : Der Dax erholt sich wieder

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch leicht von seinen kräftigen Vortagesverlusten erholt. Der Dax ging mit plus 0,2 Prozent auf 5965 Punkte aus dem Handel. Leichte Gewinne gab es auch beim Tec-Dax, der um 0,2 Prozent auf 734 Punkte zulegte. Der M-Dax schloss dagegen prozentual unverändert bei 8008 Punkten.

Für einen neuerlichen Stimmungsdämpfer sorgte zwar die Beschäftigung im US-Privatsektor, die im Juni schwächer als erwartet gestiegen ist. Zuvor aber war ein positives Signal aus dem Finanzsektor gekommen: Die EZB teilte den Banken des Euroraums für drei Monate 131,93 Milliarden Euro zu einem festen Zinssatz von einem Prozent zu. Insgesamt haben sich 171 Banken an dem Tender beteiligt, der mit besonderer Spannung erwartet wurde, da am Donnerstag die Rückzahlung eines Jahrestenders der EZB ansteht. Die Banken der Eurozone müssen dafür 442 Milliarden Euro aufbringen.

„Der Liquiditätsbedarf ist deutlich geringer als befürchtet“, sagte ein Händler. „Das ist ein gutes Zeichen für die Märkte, auf das auch der Euro positiv reagiert.“ Besonders Bankentitel profitierten hiervon. Deutsche-Bank-Papiere gewannen 1,7 Prozent, Papiere der Commerzbank zogen um ein Prozent an.

MAN-Aktien legten nach anfänglichen Verlusten um 2 Prozent zu und markierten damit die Dax-Spitze. Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbaukonzern hat angekündigt, die Kurzarbeit mehr als halbieren zu wollen. Gefragt waren unter deutschen Anlegern auch Daimler-Aktien, die 1,6 Prozent zulegen konnten. Die Analysten von JP Morgan hatten sich zuversichtlich zu den Geschäftsaussichten des Autobauers geäußert.

Obwohl sie an dem mit Millionen-Bußgeldern bestraften Stahl-Kartell nach Angaben der EU-Kommission nicht beteiligt waren, gerieten die Titel der deutschen Branchenführer Thyssen-Krupp und Salzgitter am Mittwoch unter Druck. Thyssen-Krupp gehörten mit einem Abschlag von 1,4 Prozent zu den größten Dax-Verlierern, die im Nebenwerte-Index M-Dax gelisteten Papiere des Konkurrenten Salzgitter verloren 1 Prozent. Mehrere große Stahlkonzerne wurden von der EU-Kommission wegen verbotener Preisabsprachen zu einem Bußgeld von rund einer halben Milliarde Euro verdonnert. Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor-Mittal muss 276 Millionen Euro der insgesamt 518 Millionen Euro hohen Geldstrafe berappen. Die Aktien des Branchenprimus verloren in Frankfurt 0,6 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,13 (Freitag: 2,11) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,12 Prozent auf 127,85 Punkte. Für den Bund Future ging es um 0,15 Prozent auf 129,62 Punkte nach oben. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2271 (Dienstag: 1,2198) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8149 (0,8198) Euro. Tsp

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