So war der Tag : Der Dax fängt sich

Die anhaltende griechische Schuldenkrise und Gewinnmitnahmen haben den Dax am Montag zeitweise ausgebremst. Auch schwache Wochendaten vom US-Arbeitsmarkt drückten zunächst auf die Stimmung. Erst am Abend kehrten die Käufer an den Markt zurück. Gute Firmenergebnisse rückten die gestiegenen US-Arbeitslosenzahlen in den Hintergrund. „Die überraschende Eintrübung am US-Arbeitsmarkt perlt am Dax ab“, gab sich ein Händler optimistisch. Insgesamt meldeten sich in den USA 484 000 Menschen erstmals arbeitslos, 24 000 mehr als in der Vorwoche. Der Anstieg ist damit so groß wie seit zwei Monaten nicht mehr. Die US-Industrieproduktion legte im März nur leicht zu. „Das sollte nicht als Schwäche interpretiert werden, zumal der Vormonatswert nach oben revidiert wurde, urteilte Helaba-Analystin Viola Stork. Die Grundstimmung am Aktienmarkt bleibe positiv, sagten Marktteilnehmer. „Momentan scheinen die Impulse von der Bilanzsaison wichtiger zu sein als Konjunkturdaten“, sagte ein weiterer Händler. Vor allem Intel und JP Morgan hatten die Anleger mit ihren Zahlen überzeugt.

Bei Handelsschluss lag der Dax 0,2 Prozent im Plus bei 6291 Punkte. Etwas besser entwickelten sich die anderen Indizes: Der M-Dax stieg um 0,4 Prozent auf 8495 Punkte, der Tec-Dax um 0,6 Prozent auf 852 Punkte.

Ein gutes Licht auf die Konjunkturentwicklung warfen Zahlen des US-Logistikkonzerns UPS, von denen besonders Aktien der Deutschen Post mit einem Sprung um 3,9 Prozent profitierten. Nach einem Pressebericht blieben die Aktien von Volkswagen und der beiden Nutzfahrzeughersteller MAN sowie Scania mit Spekulationen über eine Allianz im Fokus der Anleger. Die Gerüchte vom Vortag, dass es nicht zu einer Nutzfahrzeugallianz kommen wird, erhielten neue Nahrung. Volkswagen-Vorzüge legten um ein Prozent zu. MAN-Papiere stiegen um 0,4 Prozent. Scania zogen in Stockholm ebenfalls leicht an. Gute Vorgaben des Pflanzenschutzkonzerns Syngenta ließen die Aktien von K+S um zwei Prozent steigen. Flugausfälle in weiten Teilen Europas durch den Ausbruch eines isländischen Vulkans belasteten die Luftfahrtbranche nicht. Die Aktien sowohl der Lufthansa (plus 1,8 Prozent) als auch von Fraport (plus 0,4 Prozent) gehörten am Ende des Hamdelstages zu den Gewinnern.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 2,77 (Vortag: 2,80) Prozent. Der Rentenindex Rex lag nahezu unverändert bei 124,71 Punkten. Der Bund Future sank um 0,04 Prozent auf 123,09 Punkte. Der Referenzkurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3544 (Mittwoch: 1,3615) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7383 (0,7345) Euro. Tsp

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