So war der Tag : Der Dax rutscht ins Minus

Gewinnmitnahmen haben den Dax am Montag moderat im Minus schließen lassen. Der deutsche Leitindex konnte seine frühen Verluste zum Ende hin deutlich reduzieren und gab schließlich nur noch marginal um 0,1 Prozent auf 7154 Punkte nach. Stützend wirkten sich dabei Finanzwerte aus, die ihre anfänglichen Abgaben noch in deutliche Gewinne ummünzen konnten. Der M-Dax verblieb mit 0,3 Prozent im Minus bei 10713 Punkten, während es der Tec-Dax mit 0,7 Prozent auf 797 Punkte ins Plus schaffte.

Rückenwind gab es nach den frühen Verlusten durch die Vereinbarung zur Abwicklung der Kreditausfallversicherungen auf griechische Anleihen. „Die Ergebnisse haben keine weiteren bösen Überraschungen mit sich gebracht und so macht sich bei den Anlegern etwas Erleichterung breit“, sagte Aktienhändler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade mit Blick auf die deutlich ins Plus gedrehten Finanzwerte. Die Bankentitel profitierten davon, dass sich Anleger mit den sogenannten Credit Default Swaps (CDS) bei griechischen Anleihen weitgehend schadlos halten können. Im Schnitt sollen 78,5 Prozent des Nominalwerts der Papiere zurückerstattet werden, teilte der Derivateverband ISDA am Montag mit.

Titel der Deutschen Bank notierten zu Handelsschluss 2,2 Prozent höher und waren damit der Spitzenreiter im Dax, nachdem sie am Morgen noch zu den größten Verlierern gezählt hatten. Commerzbank waren indes ebenfalls deutlich ins Plus gedreht: Sie legten am Ende 1,7 Prozent zu.

Zu den größten Verlierern im Dax zählten am Montag Autowerte, die zuletzt von der Rallye an den Aktienmärkten besonders profitiert haben. Volkswagen-Aktien gaben 1,5 Prozent nach, Daimler-Papiere 0,2 Prozent. „Das sind Gewinnmitnahmen, schließlich haben all diese Werte seit Jahresbeginn zweistellig zugelegt“, sagte ein Börsianer. Die Aktien von BMW rutschten nach einer Abstufung durch Goldman Sachs mit einem Minus von 1,6 Prozent ans Dax-Ende.

Klare Gewinne gab es für die Aktien der Deutschen Post, die um zwei Prozent zulegten. Analysten rechnen damit, dass die Übernahme von TNT Express durch den US-Paketdienst UPS die Deutsche Post kaum beeinträchtigen wird. Im Plus notierten auch die Papiere von Heidelberger Druck mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent. Sie sind aus dem M-Dax geflogen und notieren jetzt im S-Dax. Neu im M-Dax ist dagegen der Maschinenbauer Dürr, dessen Aktien 2,2 Prozent zulegten.

Am Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,69 (Freitag: 1,66) Prozent. Der Rentenindex Rex sank um 0,20 Prozent auf 129,90 Punkte. Der Bund-Future legte moderat um 0,16 Prozent auf 135,68 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3150 (1,3116) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7605 (0,7624) Euro. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben