So war der Tag : Der Export stützt den Dax

Der Dax hat sich am Freitag mit Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Der deutsche Leitindex schloss um 0,5 Prozent höher bei 7217 Punkten. Im Laufe der Woche hat er sich damit aber nur geringfügig von der Stelle bewegt und letztendlich rund 0,5 Prozent gewonnen. Der M-Dax der Nebenwerte stieg am Freitag um 0,5 Prozent auf 10 539 Punkte. Einzig der Tec-Dax gab nach. Der Index der Technologiewerte fiel um 0,4 Prozent auf 933 Punkte. Auch in Paris und London schlossen die Leitindizes mit Gewinnen.

„Das liegt vor allem an der Liquidität im Markt“, sagte Chefvolkswirt Jochen Intelmann von der Hamburger Sparkasse mit Blick auf die Kursgewinne. Zudem seien Aktienwerte im Vergleich zu anderen Anlageformen nach wie vor attraktiv. Unterstützt wurde der Dax auch von den guten deutschen Export-Zahlen: Sie stiegen im Februar fast doppelt so stark an wie erwartet. „Die Zahlen sind ein weiterer Beleg dafür, dass die deutsche Wirtschaft recht stark ins Jahr gestartet ist. Wir rechnen mit einem Wachstum von einem Prozent im ersten Quartal und von drei Prozent im Gesamtjahr“, sagte Citigroup- Analyst Jürgen Michels.

Die Titel der Deutschen Börse setzten sich mit plus 2,9 Prozent an die Spitze des Dax. Der US-Sender „Fox Business“ hatte berichtet, dass die NYSE Euronext am Sonntag über das Übernahmeangebot der Nasdaq OMX sprechen wollen. Mit 0,3 Prozent im Minus lagen dagegen die Aktien der Deutschen Post. Der niederländische Konkurrent TNT hatte wegen eines unerwartet unsicheren Geschäftsumfelds in den ersten zwölf Wochen des Jahres im Expressgeschäft weniger verdient als vor einem Jahr und die Gewinnprognose vom Februar gekippt.

Nach einem wechselhaften Tagesverlauf lagen die Papiere der Commerzbank am Dax-Ende. Sie standen zeitweise im Plus, büßten zum Schluss aber 3,2 Prozent ein. In Medienberichten war die Rede davon, dass Spekulanten mit Hilfe von Leerverkäufen in Milliardenhöhe jüngst eine Wette auf einen Kursverfall der Titel aufgebaut hätten.

Im M-Dax gaben die bereits am Vortag heftig unter Druck geratenen Titel von Hochtief weiter nach. Sie verbilligten sich nochmals um 1,8 Prozent. Die Zeitung „The Australian“ hatte berichtet, dass die australische Hochtief-Tochter Leighton über eine Kapitalerhöhung nachdenkt.

Auch einen Börsengang gab es. Norma-Aktien gingen bei 20,80 Euro aus dem Handel und lagen damit leicht unter dem Ausgabepreis von 21,00 Euro.

Am Rentenmarkt kletterte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 3,23 (Donnerstag: 3,20) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,26 Prozent auf 120,59 Punkte. Der Bund Future gab um 0,55 Prozent auf 120,05 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,4401 (1,4283) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6944 (0,7001) Euro.Tsp

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