So war der Tag : Der Yellen-Effekt

Die erwartete Nominierung von Janet Yellen als neue Notenbankchefin der USA hat den Dax am Mittwoch zunächst gestützt. Am Nachmittag überwiegte dann jedoch Sorge um die Patt-Situation im US-Haushaltsstreit und sorgte für geringe Handelsumsätze sorgte. Der Leitindex drehte ins Minus und ging 0,5 Prozent tiefer aus dem Handel bei 8517 Punkten. Der M-Dax büßte 0,8 Prozent auf 14 967 Punkte ein und der Tec-Dax sank um ein Prozent auf 1069 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,1 Prozent auf 2901 Punkte.

Es komme nicht überraschend, dass die derzeitige Vize-Chefin der Fed voraussichtlich die Nachfolgerin von Ben Bernanke wird, sei aber dennoch positiv, sagte ein Händler. Präsident Obama will ihre Nominierung noch an diesem Tag bekannt geben. Von Yellen wird eine Fortsetzung der lockeren US-Geldpolitik erwartet. Trevor Greetham, Leiter für Asset Allocation bei Fidelity Worldwide Investment, schränkte allerdings ein: „Auch mit Frau Yellen am Ruder ändert sich nichts an der Tatsache, dass der Ausstieg der Fed aus der ultra-lockeren Geldpolitik nur eine Frage der Zeit ist.“

Unter den Einzelwerten erhielten die BMW-Aktien nach einem Verkaufsrekord Auftrieb und legten um 0,2 Prozent zu. Weltweit setzte der Münchner Autobauer im vergangenen Monat 6,7 Prozent mehr BMW, Minis und Rolls-Royce ab als vor einem Jahr und verkaufte seit Januar mehr als 1,4 Millionen Autos.

Die Favoriten im Dax waren allerdings am Mittwoch die Anteilsscheine der Energieversorger. So stiegen die Eon-Aktien als Spitzenwert um 1,2 Prozent, RWE legten um 0,6 Prozent zu. „Die beiden Versorger haben noch einiges Nachholpotenzial“, sagte ein Börsianer. Die Papiere lagen am Mittwoch unterhalb ihrer Niveaus vom Jahreswechsel, während der deutsche Leitindex im gleichen Zeitraum rund zwölf Prozent zulegte.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,49 Prozent am Vortag auf 1,46 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,23 Prozent auf 133,69 Punkte. Der Bund Future legte um 0,03 Prozent auf 140,33 Punkte zu. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3515 (Dienstag: 1,3576) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7399 (0,7366) Euro.Tsp

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