So war der Tag : Deutlich bergab

Nach zwei gewinnträchtigen Handelstagen hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch deutlich verloren. Experten zufolge belasteten Bedenken über ein Ende der lockeren Geldpolitik der Notenbanken. Seit Monaten profitieren die Börsen davon, dass es angesichts niedriger Zinsen an rentablen Anlagealternativen mangelt.

Dazu kamen Ängste über ein Wiederaufflammen der Eurokrise und negativ interpretierte Konjunkturnachrichten. Der Dax büßte 1,7 Prozent auf 8337 Punkte ein, nachdem er im bisherigen Wochenverlauf seine Korrektur aus der Vorwoche nahezu wettgemacht hatte. Der M-Dax, der am Vortag ein Rekordhoch markiert hatte, gab um 1,3 Prozent auf 14 112 Punkte nach. Der Tec-Dax sackte um 1,3 Prozent auf 966 Punkte ab.

Neben Gewinnmitnahmen hat laut Marktstratege Gregor Kuhn vom Broker IG vor allem eine nach unten revidierte Wachstumsprognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für China Verkaufsdruck erzeugt. Zudem hätten neue Sorgen um die US-Geldpolitik die Stimmung getrübt.

Unter den Einzelwerten waren Aktien des Düngemittelherstellers K+S mit einem Plus von 0,6 Prozent Spitzenreiter im Dax, während die Papiere der Deutschen Telekom mit minus 3,8 Prozent am unteren Ende des Auswahlindex rangierten. Uneinheitlich entwickelten sich die Autotitel, nachdem der europäische Branchenverband Acea über erstmals seit anderthalb Jahren wieder steigende EU-Zulassungszahlen für Nutzfahrzeuge mitgeteilt hatte. BMW-Anteilsscheine legten um 0,2 Prozent zu. Für Volkswagen-Vorzüge ging es um lediglich 0,4 Prozent bergab. Daimler-Titel sanken um zwei Prozent, nachdem die Stuttgarter eine Rückrufaktion für ihre neue A-Klasse bekanntgegeben hatten. Die Aktien von Pfeiffer Vacuum zeigten sich vom 18-prozentigen Kursabsturz tags zuvor gut erholt und gewannen nominal 3,4 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 1,16 Prozent am Vortag auf 1,21 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,21 Prozent 134,24 Punkte. Der Bund Future sank um 0,14 Prozent auf 143,39 Punkte. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2952 (Dienstag: 1,2938) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7721 (0,7729) Euro. Tsp

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