So war der Tag : Die Börsianer sind nervös

Wieder aufflammende Sorgen vor einer möglichen Intervention in Syrien haben den Dax am Dienstag belastet. „Nach einem starken Start in die Woche und auch in den September schwächeln die Börsen nun“, sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Markets. „Die Gerüchte über einen Raketenabschuss im Mittelmeer haben ihr Übriges dazu beigetragen.“ Zwischenzeitlich verringerte der deutsche Leitindex seine Verluste zwar wieder, ging dann aber 0,8 Prozent tiefer aus dem Handel bei 8181 Punkten. Der M-Dax sank 0,6 Prozent auf 14 551 Punkte. Der Tec-Dax gab leicht nach um 0,1 Prozent auf 1036 Punkte.

Das russische Verteidigungsministerium hatte den Start zweier Raketen aus dem Zentrum des Mittelmeeres Richtung Osten geortet. Dabei handelte es sich aber um einen Test des israelischen Militärs. Der Ölpreis sprang daraufhin kurz an und die Aktienmärkte gerieten unter Druck. Im Anschluss erholten sich die Kurse dann großteils wieder.

Am deutschen Aktienmarkt standen vor allem die Anteilsscheine der Lufthansa und von Thyssen-Krupp im Blickpunkt. Die Befürchtungen über eine Intervention in Syrien drückten die Lufthansa-Aktien mit minus 2,8 Prozent ans Dax-Ende. Hinzu kommt, dass das Arbeits- und Sozialgericht Wien die Mitte 2012 vollzogene Übertragung des Flugbetriebs der österreichischen Tochter AUA auf die günstiger operierende Tochter Tyrolean infrage gestellt hat. Da der Personaltransfer zu Tyrolean dazu beigetragen habe, den operativen Gewinn der Lufthansa zu verbessern, drücke auch diese Nachricht auf die Stimmung, sagte ein Händler. Die Thyssen-Krupp-Papiere gaben um 1,7 Prozent nach und verringerten damit ihr zeitweise kräftiges Plus von mehr als zwei Prozent. Der Industriekonzern dementierte Gerüchte, dass der Verkauf der Stahlwerke in Brasilien und den USA abgeblasen werden könnte.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,60 Prozent am Vortag auf 1,58 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,08 Prozent auf 132,36 Punkte. Der Bund Future zeigte sich mit plus 0,01 Prozent bei 140,08 Punkten kaum verändert. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3172 (Montag: 1,3207) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7592 (0,7572) Euro. Tsp

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