So war der Tag : Die Euphorie verflog schnell

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FLAUTEFoto: picture alliance / dpa

Nach der verpufften Obama-Euphorie hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch schwach geschlossen. Der fester gestartete Dax fiel am Nachmittag deutlich ins Minus und verlor letztlich zwei Prozent auf 7233 Punkte. Für den M-Dax ging es um 1,2 Prozent auf 11 518 Punkte abwärts. Lediglich der Tec-Dax konnte noch einen knappen Vorsprung von 0,12 Prozent auf 814 Punkte ins Ziel retten. Händler führten die zusätzlichen Abgaben am Nachmittag auf die schwache Eröffnung der New Yorker Wall Street zurück. Zuvor war der Leitindex von Aussagen von EZB-Chef Mario Draghi gedrückt worden, wonach die Euro-Krise nun auch die deutsche Wirtschaft zu belasten beginne. Zudem hätten reduzierte Wachstumsprognosen der EU-Kommission für die Eurozone den Markt negativ beeinflusst, hieß es. Nach der US-Wahl sprachen Marktteilnehmer von einer schnell abgeebbten Begeisterung über die Wiederwahl von US-Präsident Obama. Den Anlegern werde zunehmend klar, dass sich an den Machtverhältnissen in den USA nach der Wahl „überhaupt nichts verändert hat“, sagte Händler Markus Huber vom Broker ETX Capital mit Blick auf die weiterhin bestehende republikanische Mehrheit im US-Repräsentantenhaus.

Die Aktien der Munich Re sanken nach überraschend guten Zahlen um lediglich 0,2 Prozent und waren damit zweitbester Wert im Dax. Im M-Dax verteuerten sich die Hochtief-Titel um gut drei Prozent. Nach roten Halbjahreszahlen war der Baukonzern im dritten Quartal wieder deutlich in die Gewinnzone zurückgekehrt und hob den Ausblick für Umsatz und Auftragsbestand an. Die Titel von Axel Springer rückten nach Zahlen um 0,3 Prozent vor. Das Medienhaus hatte die großen Probleme im Printbereich nicht mit seinem schwächelnden Digitalgeschäft ausgleichen können. Dennoch bestätigte Unternehmenschef Mathias Döpfner die Jahresprognosen.

Am Rentenmarkt fiel die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,14 Prozent am Vortag auf 1,13 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 134,44 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,68 Prozent auf 142,72 Punkte. Der Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2746 (Dienstag: 1,2800) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7846 (0,7813) Euro. Tsp

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