So war der Tag : Die Ruhe nach dem Sturm

Erneut aufgeflammte Sorgen um die Lösung des US-Haushaltsstreits haben den deutschen Aktienmarkt belastet. Nachdem der Dax am Vortag auf den höchsten Stand seit Januar 2008 gestiegen war, verlor der deutsche Leitindex am Donnerstag 0,4 Prozent auf 7582 Punkte. Der M-Dax sank um 0,2 Prozent auf 11 924 Punkte. Der Tec-Dax büßte 0,3 Prozent auf 833 Punkte ein.

Die von der US-Notenbank am Vorabend angekündigte Ausweitung ihrer expansiven Geldpolitik dürfte bereits eingepreist gewesen sein, sagte Gregor Kuhn, Marktstratege beim Broker IG. Gleichzeitig hätten sich die nach wie vor schleppenden US-Budgetverhandlungen als Belastung erwiesen.

Nach den deutlichen Gewinnen im bisherigen Wochenverlauf gaben die Papiere von Thyssen-Krupp 1,1 Prozent nach. Händler verwiesen auf eine mögliche Schadensersatzforderung der Bahn. Zudem prüft die Ratingagentur Moody’s eine Herabstufung der Bonitätsnote für den Stahl- und Industriekonzern.

Die Papiere von RWE sanken nach zwei negativen Analystenkommentaren um 2,7 Prozent. Spitzenreiter im deutschen Leitindex waren die Lufthansa-Aktien mit plus 0,7 Prozent. Die weltweite Luftfahrtbranche kann nach Einschätzung ihres Branchenverbands Iata in diesem Jahr mit deutlich mehr Gewinn rechnen als zuletzt erwartet. Im M-Dax zeigten sich die Aktien von Aurubis von Zahlen bewegt und gewannen entgegen dem Markttrend 0,1 Prozent. Der führende europäische Kupferkonzern konnte den Vorsteuergewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht steigern und kündigte eine Dividendenerhöhung an. Mit Blick auf die internationalen Börsen schloss der Euro-Stoxx 50 um 0,1 Prozent tiefer bei 2628 Punkten. Der US-Leitindex Dow Jones stand zum europäischen Handelsschluss etwas tiefer.

Am Anleihenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,06 Prozent am Mittwoch auf 1,03 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,11 Prozent auf 135,26 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,01 Prozent auf 145,04 Punkte vor. Der Kurs des Euro bewegte sich am frühen Abend auf dem Niveau vom frühen Nachmittag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,3077 (Mittwoch: 1,3040) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7647 (0,7669) Euro. Tsp

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